Leserbriefe

02.01.1980

Simmentalbahn durch Busbetrieb ersetzen!

Die Bundesverwaltung hat zuviel studierte, aber zu wenig gescheite Beamte: Nur so ist der Vorschlag, die Simmentalbahn durch einen Busbetrieb zu ersetzen, zu erklären! Hätte man den 1. April, könnte man eine solche Meldung als Witz verstehen, nicht aber in der zweiten Oktoberhälfte. Das Departement von Bundesrätin Leuthardt schafft mit solchen Vorschlägen kaum Vertrauen. Wie seriös sind daher wohl auch die Vorschläge im Energiebereich zu bewerten? Eine Umstellung vom Bahn zum Busbetrieb widerspricht eindeutig der Förderung des öffentlichen Verkehrs. Wie sollen im Winter die vielen Sportler, welche heute mit der Bahn ins Weisse Hochland anreisen, transportiert werden? Die oft verstopfte Simmentalstrasse bietet kaum Platz für zusätzlichen Busbetrieb. Zudem wurden in letzter Zeit Anstrengungen unternommen, mit dem Wegfall von Bahnübergängen (Laubegg) und privaten Übergängen und Bahnhofsanierungen die Simmentalbahn aufzuwerten. Bei einem Busbetrieb wären diese vielen Millionen Franken in den Sand gesteckt. Das Simmental ohne Autobahn ist auf einen leistungsfähigen Bahnbetrieb angewiesen. Wenn man bedenkt, wie viel Geld stadtnahe Bahnprojekte verschlingen – meist finanziert durch die Öffentlichkeit – scheinen Überprüfungen von Bahnlinien wie die Simmentalbahn gerade lächerlich. So wie es in den Randregionen ein Gesundheitsdienst mit Spitälern geben muss, haben Berggebiete auch Anspruch auf einen leistungsfähigen Bahnbetrieb! Hermann Scheiben, Boltigenmehr...

Leserbriefe

02.01.1980

Tarifpolitik BDG

Mit grossem Interesse haben wir den Leserbrief «Zählt Treue nicht mehr?» von R. Siegfried aus Ittigen, in der Ausgabe vom 25.10. 2012 gelesen. Wir danken ihm für sein Bemühen sowie für seine treffenden Worte betreffend der Situation der Zweitwohnungsbesitzer und möchten sagen, dass wir absolut gleicher Meinung sind. Als Senioren mussten wir sogar noch feststellen, dass der Senioren-Tarif für die Alpes Vaudoises nicht gültig ist! Kleinlicher geht es offensichtlich nicht mehr! Die Tarifpolitik der BDG wird mit unseren Bekannten und Freunden, die in der gleichen Situation sind, schon seit Jahren diskutiert und liefert immer wieder neuen Gesprächstoff. So weit so gut; was uns aber sauer aufstösst, ist die Antwort von Herrn Cantieni unter dem Titel «Wir danken den Zweitwohnungsbesitzer für ihre Treue». Sarkastischer ginge es wohl nicht mehr; es ist aber absolut auf der Linie, wie die Benutzer der Installationen der BDG immer wieder orientiert werden resp. wie sich die BDG immer wieder um Rechtfertigung bemüht, wenn der «Volkszorn» zu gross wird. Es wäre eine wirkliche Geste gewesen für die Zweitwohnungsbesitzer in der Region, wenn sie im gleichen Atemzug wie das Niedersimmental und der Verwaltungskreis Thun, von der Aktion profitiert hätten. Es wäre der absolute Hit, würde die BDG die Zweitwohnungsabos noch diesen Winter anbieten! Denn auch wir haben die Abonnemente noch nicht gelöst und überlegen uns, ob wir nicht das Gebiet Lenk-Adelboden mit Jungfraugebiet ab diesem Winter unterstützen wollen!mehr...

Dauergästeverein Zweisimmen-St.Stephan-Boltigen

02.01.1980

Was lange währt, kommtdochnochgut

Der DGV dankt der Direktion der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) für die in der SZ Nr. 43 vom 25.10.12 publizierte Ankündigung (Antwort auf den Leserbrief «Zählt Treue nicht mehr?») den Tarif für Zweitwohnungs-Besitzer zu überprüfen und ihnen ab Winter 2013/14 ein interessantes Angebot zu unterbreiten.mehr...