Über 430 Oberländer Schützenveteranen in der Guntelsey
Die Oberländer Schützenveteranen trafen sich zur 76. Hauptversammlung und zum Jahresschiessen. Peter Trauffer aus Thun wurde die Arbeit an der vorderster Front von «75 Jahre Schützenveteranen» mit der Ehrenmitgliedschaft verdankt.
Mit den beiden Ehrendamen und der Veteranenfahne posieren die 80-jährigen VOSV-Ehrenveteranen. Erstmals kam mit Rosmarie Oswald aus Sundlauenen auch eine Schützin zu dieser Ehre.
© LEUZINGER FRITZ
Für die Schützenveteranen im Verband Oberländer Schützenveteranen (VOSV) war der zweite Junisamstag in der Thuner Schiessanlage Guntelsey mit dem Jahresschiessen und der 76. Hauptversammlung ein Ehrentag. Eingangs zum ordentlichen Verbandsgeschehen liess Präsident Karl Giovanelli kurz das Jubiläum «75 Jahre Schützernveteranen» Revue passieren. Präsident Giovanelli: «Zum einen freut mich der, dank den Helfern aus unseren Reihen, erwirtschaftete Reingewinn. Auf der anderen Seite stimmt mich die unerwartet tiefe Beteiligung nachdenklich.» Die Gürbetaler Blaskapelle mit Dirigent Urs Hirschi umrahmte die Begrüssung der Delegationen aus den übergeordneten Verbänden sowie der Gäste aus Politik und Militär mit Dr. Raphael Lanz, dem Thuner Stadtpräsidenten an der Spitze.
100 neue «60-jährige»
Die Verbandsgeschäfte nahmen im VOSV einen ruhigen Verlauf. Die Finanzen, offen gelegt von Beat Küffer, sind trotz einem Mehraufwand von 3426 Franken gesund. Das Vermögen beträgt fast 37 000 Franken Der Mitgliederbeitrag bleibt wie im Vorjahr bei 25 Franken. Mit Präsident Giovanelli wurde der ganze VOSV-Vorstand bestätigt. Eine Vakanz entstand durch den unerwarteten Tod von Hansueli Zürcher, Boltigen. Sein Stuhl bleibt noch unbesetzt. Mit Jakob Meyer aus Spiez wurde ein neuer Rechnungsrevisor gewählt.
Entgegen der rückläufigen Entwicklung im Schweizer Veteranenverband verzeichnete der VOSV im 2013 eine Mitgliederzunahme. Fast 100 junge «60-jährige» Schützenveteranen durften aufgenommen werden. Im VOSV sind Freud und Leid nah beieinander musste doch von 40 verstorbenen Kameraden Abschied genommen werden.
Erstmals eine Ehrenveteranin
In den Kreis der 80-jährigen Ehrenveteranen wurde mit Rosmarie Oswald aus Sundlauenen erstmals eine Schützin aufgenommen und mit dem Goldzweig und Ehrenurkunde ausgezeichnet. «Ich bin stolz, mein Mann Max war auch mein Instruktor und hat mir das Schiessen mit dem originalen Sturmgewehr 57 beigebracht.»
Frauenfeld steht bevor
Für den Berner Veteranenpräsidenten Fritz Baumgartner aus Walkringen ist das Eidgenössische Veteranenschiessen in Frauenfeld im August ein Höhepunkt und eine friedliche Demonstration für das Schiesswesen zugleich. Er ist überzeugt und munterte zur Teilnahme auf: «Wir wollen den Ständewettkampf in Frauenfeld gewinnen!» Fritz Leuzinger