Entlassung von Patrick Fischer nach Verurteilung wegen Urkundenfälschung

Doppelbödige Moralpolitik verdrängt den Sport!

Die Junge SVP Schweiz nimmt mit grossem Unverständnis zur Kenntnis, dass Patrick Fischer als Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft entlassen wurde. Dieser Entscheid ist unverhältnismässig und ein weiteres Beispiel dafür, wie mediale Empörungswellen sportliche Leistungen und Verhältnismässigkeit verdrängen. Die «Investigativ-Journalisten» von SRG und Co. würden ihre Anstrengungen lieber in die Aufarbeitung der leidvollen Corona-Massnahmen investieren, als den Sport zu politisieren.

Von Nils Fiechter

Nils Fiechter, Präsident der JSVP Schweiz, kritisiert die Medien beim Umgang mit Hockeytrainer Patrick Fischer.

Nils Fiechter, Präsident der JSVP Schweiz, kritisiert die Medien beim Umgang mit Hockeytrainer Patrick Fischer.

Fischer hat einen Fehler begangen. Im Zusammenhang mit der Corona-Zeit nutzte er 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat für die Olympischen Spiele und wurde dafür rechtskräftig verurteilt sowie mit einer Geldstrafe von rund 40000 Franken gebüsst. Der Fall ist juristisch abgeschlossen. Selbst der Verband hielt die Angelegenheit zunächst für erledigt.

Umso stossender ist die Kehrtwende: Erst unter massivem medialem Druck wurde Fischer doch entlassen. Einmal mehr stellt sich die grundsätzliche Frage, ob in der Schweiz künftig Gerichte oder Schlagzeilen und mediale Kampagnen über Karrieren entscheiden sollen. Es ist äusserst schade, dass die ausserordentlichen Leistungen Fischers nun durch eine moralische Kampagne überdeckt werden. Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Heim-WM ist dieser Entscheid sowohl sportlich als auch strategisch völlig unverständlich. Die Stabilität des Eishockey-Nationalteams wird «aus dem Nichts heraus» unnötig beschädigt.

Medien treiben, statt zu berichten

Besonders kritisch beurteilt die Junge SVP die Rolle des SRF und weiterer Mainstream-Medien. Diese haben den Fall aktiv vorangetrieben und damit massgeblich zur Eskalation beigetragen. Anstatt sachlich zu berichten, wurde eine Empörungsdynamik erzeugt, die letztlich politischen und moralischen Druck auf den Verband ausübte. Dabei fragen wir uns: Wo waren diese «investigativen Kompetenzen» während der Corona-Zeit selbst? Bis heute fehlt eine kritische, umfassende Aufarbeitung der damaligen staatlichen Massnahmen und Eingriffe in die Grundrechte der Bevölkerung. Genau dort wäre journalistischer Einsatz gefragt – nicht Jahre später bei einem bereits gesühnten Einzelfall.

Fokus zurück auf den Sport

Im Schweizer Sport sollen wieder Leistung, Teamgeist und Erfolg im Zentrum stehen – und nicht moralische Nachverurteilungen. Gerade im Vorfeld wichtiger Turniere ist Stabilität entscheidend. Die Entlassung von Patrick Fischer sendet das falsche Signal: Wer einmal einen Fehler gemacht hat – selbst, wenn er dafür gebüsst hat – hat eine zweite Chance verdient. Dieses Verständnis basiert auf dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und einer fairen Fehlerkultur.

Die Junge SVP Schweiz lehnt diese Form von medial getriebenem Aktionismus entschieden ab. Der Schweizer Sport darf nicht zum Spielball politischer und moralischer Kampagnen werden. Jetzt braucht es Ruhe, Fokus und volle Konzentration auf die sportlichen Herausforderungen.

Zum Artikel

Erstellt:
21.04.2026, 16:36 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 04sec
Kommentare