Die Schweiz jetzt nicht aufgeben!
Am kommenden Sonntag stehen wir vor einer der wichtigsten Abstimmungen der letzten Jahre. Dabei geht es nicht um eine Abstimmung der SVP. Nein, es geht um die Schweiz und um die Zukunft der nächsten Generationen.
Ich durfte in den letzten 50 Jahren vom Wohlstand profitieren, den unsere Vorfahren aufgebaut haben. Mit Fleiss, Verantwortungsbewusstsein und gesundem Menschenverstand haben sie unser Land zu einem der erfolgreichsten und wohlhabendsten Länder der Welt gemacht. Umso weniger verstehe ich, weshalb heute viele glauben, die Schweiz könne mit einer masslosen und unkontrollierten Zuwanderung weiterhin erfolgreich bleiben.
Wer dies glaubt, sollte sich daran erinnern, was uns Bundesrat und Verwaltung bei der Einführung der Personenfreizügigkeit versprochen haben. Damals wurde der Bevölkerung erklärt, die Zuwanderung werde moderat bleiben und es gebe keinen Grund für Ängste oder Befürchtungen und es werden maximal 8000 Personen kommen. Die Realität sieht heute jedoch anders aus. Jahr für Jahr wandern deutlich mehr Menschen in die Schweiz ein, als damals versprochen wurde. Die Folgen sind offensichtlich: steigende Wohnkosten, zunehmender Verkehr, überlastete Infrastrukturen und ein wachsender Druck auf unsere Landschaft und unsere Lebensqualität.
Am Sonntag haben wir die Möglichkeit, mit einem Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative ein Zeichen zu setzen, damit die Schweiz auch in Zukunft die Schweiz bleibt. Es geht darum, Verantwortung für unser Land und für kommende Generationen zu übernehmen.
Ich hoffe deshalb, dass insbesondere die Bevölkerung in den ländlichen Regionen an dieser wichtigen Abstimmung teilnimmt und ihre Stimme abgibt. Wenn wir auf dem Land eine Stimmbeteiligung von 70 Prozent erreichen, dann können wir einen entscheidenden Beitrag leisten. Dann wird das Berner Oberland auch in den kommenden Jahren so wunderbar, lebenswert und einzigartig bleiben, wie wir es heute kennen.
Nutzen wir diese Chance. Geben wir die Schweiz nicht auf. , Nationalrat (SVP),
Weissenburg