Ordentliche GV der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG

«Die Gemeindebeiträge halten das Wallbachbad über Wasser»

Auch wenn die Grossaktionäre der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG sämtliche Geschäfte einstimmig gutgeheissen haben, wurden an der ordentlichen GV auch mahnende Worte laut.

Von Regina Senften

Erfolgreiche GV der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG im Hotel Diana in St. Stephan: Verwaltungsrat, Buchhalterin, drei Grossaktionäre und je eine Vertretung aus dem Bistro- und Bademeisterteam.

Erfolgreiche GV der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG im Hotel Diana in St. Stephan: Verwaltungsrat, Buchhalterin, drei Grossaktionäre und je eine Vertretung aus dem Bistro- und Bademeisterteam.

© Regina Senften

Mit einem Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr leitete Verwaltungsratspräsidentin Sophie Bernhard Anfang Juni 2026 die 15. ordentliche Generalversammlung der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG ein.

Gemeindebeiträge
sichern die Zukunft

Positives Feedback und hohe Nachfrage reichen aber allein nicht aus, um einen Betrieb dieser Grössenordnung ganzjährig am Leben zu halten. Ein Sportbad samt Sprudelpool, Sauna und Wasserrutschbahn verursacht hohe energiegetriebene Fixkosten. Es wäre illusorisch zu glauben, diese liessen sich alleine aus Eintrittsgeldern decken. Hinzu kommt, dass kantonale Auflagen wie jene der Luftreinhalteverordnung LRV dem Erlebnisbad kostspielige Renovationen im Bereich Technik und Unterhalt aufzwingen. «Daher geht der Dank des gesamten Verwaltungsrates an unsere fünf Grossaktionäre – die drei an der GV anwesenden Obersimmentaler Gemeinden Lenk, St. Stephan und Boltigen wie auch an die Gemeinden Erlenbach und Oberwil – welche das Bad als wichtigen Player im touristischen Angebot mit namhaften Beiträgen unterstützen und finanziell auf sicheren Beinen halten», so Verwaltungsratspräsidentin Sophie Bernhard. In der anschliessenden Diskussion wurde mehrfach der Wunsch laut, dass sich alle Gemeinden im Obersimmental finanziell beteiligen mögen.

Schwarze Zahlen
mit dunklen Altlasten

Auch wenn die vorgelegte Jahresrechnung mit einem Plus von gut 8000 Franken abschloss, wurde der GV beim Präsentieren des veranschlagten Budgets in Erinnerung gerufen, dass gewisse «Altlasten» die finanzielle Situation des Bades noch immer trüben. «Das zinslose Darlehen, welches wir 2011 und 2017 vom Kanton mittels Investitionshilfegesetz IHG für die dringend notwendigen Renovationsarbeiten erhalten hatten, müssen wir jährlich mit 65000 Franken tilgen und bis im Jahr 2037 zurückbezahlen», mahnte Verwaltungsratsmitglied Sam Allemann und beschwichtigte zugleich: «Wir haben beim Erlebnisbad Lenk zwar wenig Spielraum und nur spärliche Reserven. Aber dank der wertvollen Gemeindebeiträge und dem Rückhalt bei Einheimischen und Gästen wollen wir nicht jammern, sondern zuversichtlich in die Zukunft blicken.»

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Erstellt:
12.06.2026, 00:30 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 54sec
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