Feuerbrandbekämpfung und die verheerenden Folgen

Wen wundert’s: Die Verwendung von Streptomycin fördert multiresistente Bakterien, die auf Antibiotika nicht mehr reagieren und zwar in erschreckendem Ausmass wie nun sogar Mainstreamforschende herausgefunden haben.

Es sollen alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, sagen die ForscherInnen. Ziehen sie alle Möglichkeiten in Betracht, wenn ihnen nichts anderes in den Sinn kommt, als sog. cisgene Apfelsorten zu züchten wie im Artikel (über Feuerbrand in der Samstagausgabe 16. Juni des Schweizerbauers) erwähnt wird?

Alle Möglichkeiten in Betracht ziehen hiesse zum Beispiel auch, gründlich darüber nachzudenken, warum Feuerbrand vor allem in Niederstammanlagen und in Monokulturen derart grassiert. Wäre es nicht endlich an der Zeit, solche «Zivilisationskrankheiten» bei Pflanzen und Tieren anders anzugehen als über blosse Symptombekämpfung? Wann endlich merken wir, dass die Natur nichts falsch macht und nur wir Menschen das Problem sind mit unserem kurzsichtigen Profitdenken ?

Man denke nur an die Pharma, die tolle Gewinne kassiert, jedoch die Wahrnehmung für Zusammenhänge verloren hat. Es ist eine traurige Tatsache, dass unsere Ämter der profitorientierten Pharmalobby und abgehobenen TheoretikerInnen immer zuerst Gehör schenken, statt mit PraktikerInnen nachhaltige, wirklichkeitsnahe Lösungen zu erarbeiten. Magdalena Schatzmann, Diemtigen

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Erstellt:
21.06.2012, 00:00 Uhr
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