SAH Alpenkräuter AG – Swiss Alpine Herbs
Fabrikladen feierte Jubiläum mit Tag der offenen Türe
Am letzten Freitag, 25. September feierte der Fabrikladen der «Chrüteri» in Därstetten Jubiläum. Die Besucher erhielten 20% Rabatt beim Einkauf, konnten Betriebsführungen erleben oder auf der Dachterrasse bei bester Aussicht etwas Essen oder Trinken.
Chrüterli Därstetten
In einem kleinen Raum zwischen der Produktion und dem Fabrikladen erklärte Edith Mani die Geschichte der «Chrüteri», wie die SAH Alpenkräuter AG in Därstetten liebevoll genannt wird. Beim Anblick der alten Plakate konnte sie sich noch gut an die Weissenburger Mineralwasserfabrik erinnern, denn ihr Vater arbeitete als Chauffeur der Getränkefabrik.
Nach der Schliessung der Mineralquellen konnte die «Chrüteri» einen Teil des Gebäudes übernehmen. In einem kurzen Rückblick erzählte Edith Mani die Geschichte der SAH. Die Produktion begann 1991. Das wichtigste Produkt war damals das Alpenkräutersalz. Kontinuierlich erweiterte sich das Sortiment, sodass heute ganz viele verschiedene Produkte hergestellt werden. Ein Teil dieser Produkte wird auch im Fabrikladen direkt an die Privatkunden verkauft.
Mengen und Produkte sind geplant
Die «Chrüteri» beschäftigt ca. 50 Mitarbeitende, viele in Teilzeit. Die SAH hat nicht einfach eine Verkaufs- und eine Einkaufsabteilung, die unabhängig voneinander arbeiten. Denn die Produkte, die nachgefragt werden, bestehen aus Pflanzen, die in der Natur wachsen. Hier gilt es, die geerntete Menge, mit der verkauften Menge in Einklang zu bringen. Edith Mani erklärte in der Führung, dass sich die SAH jeweils im Februar mit den Bauern an einen Tisch setzt, wo besprochen wird, was angebaut werden soll. In Absprache mit den Landwirten wird dann festgelegt, wer wie viel anbauen muss, damit die Mengen passen. Denn es ist nicht so, wie sich das vielleicht einige denken, dass die Landwirte einfach die Kräuter anbauen und die «Chrüteri» sie nachher verarbeitet.
Getrocknet wird im Vakuum
Mithilfe eines kurzen Videos wurde gezeigt, wie die Kräuter angeliefert, in den Maschinen gewaschen, von Fremdteilen befreit, geschnitten und dann getrocknet werden. Die Trocknung dauert je nach Pflanze unterschiedliche lange, Blüten gehen schneller, Chili dauern etwas länger. Damit die Trocknung effizienter ist, wird unter Vakuum getrocknet. Auf Förderbändern durchlaufen die Pflanzen die Trocknungsstationen. Wenn die Kräuter im Sommer angeliefert werden, muss es schnell gehen, sonst sind sie nicht mehr frisch. Wenn die Lieferung also am Freitagabend eintrifft, so wird auch am Wochenende gearbeitet. Bei Kräutern kann man davon ausgehen, dass nach der Trocknung noch ca. 10 % des Gewichts übrig bleiben.
Man riecht es
Der Rundgang führte die Treppe Richtung Terrasse hinauf. Hier erreichte der Duft der verschiedenen Kräuter die Nase, denn der Weg führte am Lager vorbei. Diese Aromen waren aber sehr angenehm und leicht. Wurden allerdings die Türen zu den Lagerräumen geöffnet – wie bei der Führung – wurde der Geruch zu stark. Man kann sich das wie bei einem Parfüm vorstellen. Wie Edith Mani erklärte, müssen selbst die Mitarbeitenden bei der Verarbeitung von Zwiebeln zum Teil mit Brillen und Masken arbeiten.
Auf der Terrasse angekommen, duftete es fein nach Chili, denn es wurde Chili oder Kräuterbaguette angeboten. Die Aussicht von der Terrasse war herrlich, sodass die Besucher und Mitarbeiter bei diesem wunderbaren Panorama ein gemütliches Beisammensein geniessen konnten.
10 Jahre zum Feiern
Gefeiert wurde nicht das 10-jährige Bestehen der Kräuterfabrik, sondern das des Fabrikladens. Der Laden direkt an der Hauptstrasse ist ideal gelegen, um Kunden bei der Vorbeifahrt zu einem kurzen Einkauf zu locken. Die Auswahl von Kräutersalzen über Tee, Gewürzen und Getränken ist sehr vielfältig, immer aber mit dem wichtigsten gemeinsamen Element, den Alpenkräutern. Mit den Produkten verkauft die «Chrüteri» das alpine Klima und die nährstoffreichen Böden als Konzentrat in ihren Produkten. Denn diese Basis schenkt den Kräutern und Früchten ihr besonders intensives, natürliches Aroma.