Ruedi Roschi wird am Oberaargauischen Zweiter
Der Diemtigtaler Ruedi Roschi, Sohn des legendären Schwingerkönigs David Roschi, ist am Pfingstsamstag auf die Erfolgsstrasse zurückgekehrt. Am Oberaargauischen Schwingfest in Messen hat er den zweiten Rang zusammen mit Beat Salzmann geteilt. Sieger wurde Schwingerkönig Matthias Sempach.
Der in Thun wohnhafte Ruedi Roschi, der seinen Vater David als schwingerisches Vorbild sieht, konnte für einmal sein Potenzial aufzeigen. Nach einer Niederlage im ersten Gang gegen Christoph Wälti zeigte der für den Schwingklub Niedersimmental startende Kranzschwinger seine Fortschritte. Obschon ihm kein «Eidgenosse» zugeteilt wurde, konnte er ein starkes Notenblatt vorweisen und realisierte in der Folge nur noch Siege. «Nach dem etwas verschlafenen 1. Gang waren die fünf Siege in Serie speziell schön für mich», meinte der 18-fache Kranzgewinner: «Den zweiten Rang mit Beat Salzmann zu teilen freut mich ebenfalls sehr, sind wir doch gute Kollegen und absolvieren gemeinsam das Kadertraining.» Seinen ersten Kranzgewinn erkämpfte er 2008 übrigens auch am Oberaargauischen in Graben.
Die Erholungsphase nach dem samstäglichen Wettkampf hat Ruedi Roschi wohl etwas unterschätzt und ist am Bergschwinget auf dem Stoos vom Pfingstmontag nach vier gestellten Gängen ausgeschieden, was er allerdings nicht als Ausrede bringen will. «In zwei Wochen geht es sportlich für mich am Schwarzsee-Schwinget weiter. Bis dann bin ich wieder fit und erholt,» meint Ruedi Roschi zuversichtlich. Luzia Wyssen