Gastro-Situation am Betelberg-Hubel
Als langjähriger Gastronom beobachte ich die Situation am Betelberg-Hubel mit grosser Sorge. Es ist ein offenes Geheimnis, dass dieser Betrieb trotz seiner genialen Lage regelmässig durch massivste Unfreundlichkeit gegenüber Gästen und Mitarbeitenden auffällt. Als Fachmann sage ich klar: Was dort passiert, schadet der gesamten Branche und dem Ruf der Lenk nachhaltig.
Besonders tragisch ist die Situation für das Personal. Wenn junge Fachkräfte aus dem Ausland ihre erste Saison in der Schweiz dort verbringen und aufgrund eines respektlosen Umgangstons frustriert das Restaurant verlassen, ist das nicht gut für unseren Arbeitsstandort Schweiz. Wir kämpfen gegen den Fachkräftemangel, während ein einzelner Privatbetrieb dafür sorgt, dass Talente nie wieder in die Schweiz zurückkehren.
Dass die Beiz in Privatbesitz ist und nicht zum Einflussbereich der Bergbahnen gehört, macht die Sache schwierig. Dennoch sind die Bergbahnen und das Tourismusbüro die Leidtragenden, da sie die Gäste auf den Berg bringen, die dann dort oben enttäuscht werden.
Wir können es uns nicht leisten, zuzusehen, wie ein «schwarzes Schaf» das Ansehen anderer Wirte, und die Bemühungen unserer Tourismusverantwortlichen in den Schmutz zieht. Dieses Restaurant liegt an einem wunderschönen Ort und hat Besseres verdient.
Gastronomie lebt von Freundlichkeit. Wo diese durch Arroganz und Unfreundlichkeit ersetzt wird, leidet am Ende die ganze Region Betelberg. , Basel