Leserbriefe

02.01.1980

Stundensteine im Simmental

Kürzlich sind zum Thema Stundensteine zwei Beiträge in der Simmentalzeitung erschienen. Als ehemaliger Mitarbeiter beim IVS (Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz) möchte ich diese noch etwas ergänzen:mehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Mit taktischem Vorgehen den ländlichen Raum entsiedeln!

Unter dem Vorwand Geld zu sparen werden in Schulen Klassen geschlossen, es werden Lektionen aus der Grundausbildung gestrichen und es wird je länger je mehr ein bewährtes System umgekrempelt, so, dass das scheinheilig gesparte Geld um das X-Fache in Bereiche investiert wird, das unsere Bildung statt vorwärts bewegt, stetig rückwärts drängt. Einziger Vorteil aus Obrigkeitssicht besteht darin, ein unübersichtliches Chaos anzustellen und dem ländlichen Raum Schwierigkeiten zu bescheren.mehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Ballenberg ab Thun?

Nach dem vor kurzem in der Spitalversorgung Simmental-Saanenland einmal mehr ein nicht akzeptierbarer Entscheid gefällt wurde, stellen sich für mich unmissverständlich viele Fragen. Was will man eigentlich dieser Region noch anbieten? Ein weiterer Schachzug zur Zentralisierung wird mit voller Kraft vorangetrieben. Für die Betreuung von Asylbewerbern entstehen für den Kanton Bern jährliche Kosten von 72 Mio. Franken. Im Gegenzug sei ein Defizit von 2.3 Mio. für die Betreibung eines Spitals in der Region unmöglich! Da stellt sich unweigerlich die Frage, was diese Region der Regierung in Bern noch Wert ist? Schulen, Spitäler, Poststellen, Dorfläden werden geschlossen und dies führt zu einer zunehmenden Entvölkerung der Randregionen. Ich werde den Eindruck nicht los, dass man lieber Bären und Wölfe ansiedelt und der Bevölkerung ganz sanft alles entzieht. In der Region Oberland-West leben 147000 Bürgerinnen und Bürger und die sollen mit einem Akutspitalstandort Thun auskommen? Meine Befürchtungen scheinen sich immer wieder zu bestätigen, die Regierung steuert auf eine «Region Ballenberg» ab Thun hin! Eine Frechheit und Diskriminierung der Landbevölkerung! Bruno Stucki, Wimmismehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Zählt der Sparwille mehr als der Mensch?

Obschon ich nicht in Zweisimmen wohne, habe ich doch zu diesem Ort eine Verbundenheit, komme viel in mein Haus, in dem meine Mutter bis zu ihrem Tod gelebt hat. Im Spital wurde sie in ihren letzten Lebenswochen liebevoll palliativ gepflegt. Ich finde, für diese Region ist ein zentrales Spital notwendig. In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich, in der der Sparwille mehr zählt als der Mensch? Dass die Spital STS AG kostendeckend arbeiten muss ist das Eine. Gleich zwei Spitäler einer ganzen Region aufheben – kann es das Andere sein? Gibt es nicht noch einen besseren Weg – ein Spital anstelle zwei und total restrukturieren. Verbesserungspotential gibt es überall, konstruktive Lösungen suchen sind die Aufgabe der Spital STS AG und auch der Politiker, die gehalten sind, nicht am Bürger vorbei zu politisieren. Wer ist der Souverän in diesem Land? Ich plädiere für Zweisimmen als zentral gelegener, von überall her leicht zu erreichender Standort. Sonja Graber, Zürichmehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Eine Stimme aus dem Volk

Lang genug haben sich die Regionen Saanen und Zweisimmen gestritten um den Standort des Spitals. Ich denke, dass Zweisimmen ein sehr wichtiger zentralgelegener Standort fürs ganze Obersimmental und Saanenland ist. Gute Zufahrten von überall her, ohne besonders grossen Aufwand. Ich finde, dass die Saaner jetzt mit Zweisimmen eine Einigkeit finden sollen, das «Akut Spital» auch nach ihren Wünschen auszubauen zu helfen. Wir haben ja Land-Ressourcen – Rega – Ambulanzen.mehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Unhaltbare Zustände in der Spitalversorgung

Mit grosser Enttäuschung musste auch ich den unhaltbaren Entscheid unserer Verantwortlichen der Spitalversorgung zur Kenntnis nehmen. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass der Regierungsrat kurz vor der Medienkonferenz signalisiert hat, man werde nicht von «Schliessung» des zweiten Spitalstandortes sprechen, sondern von einem Pilot-Projekt an einem Standort bis 2014. Weitere Verhandlungen und Entscheidungen werden nach der Evaluationsphase bekannt gegeben. Für mich war dieser Vorschlag akzeptierbar. Regierungsrat Perrenoud und der VR STS AG haben sich leider nicht an diese Abmachung gehalten. Ohne Rücksicht auf das Personal, ohne das geringste Verständnis gegenüber der Bevölkerung zu zeigen, wurde verkündet, beide Standorte müssen geschlossen werden. Ich bitte die Spitalangestellten, nicht zu kündigen und keine Kündigungen zu akzeptieren. Wir werden alles versuchen, die Obrigkeit in Bern zu überzeugen, dass die Region Simmental-Saanenland eine Akutversorgung braucht. Es ist beschämend, wenn der Bevölkerung in den Tälern nicht einmal mehr eine Akutversorgung zustehen soll! Der zuständige Regierungsrat Perrenoud weigert sich, seine strategische Verantwortung wahrzunehmen und macht sogar die Bevölkerung dafür verantwortlich!mehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Spitalschliessung

Ich bin sicher nicht der einzige, der so denkt, ich finde diesen Entscheid als bodenlose Frechheit gegenüber den betroffenen Menschen in den Regionen. Diese drei Herren Perrenoud, Dolder und Guggisberg nennen sich vielleicht bis am Ende König und beziehen weiterhin Gagen statt Löhne. Die sollten besser an eine Umstrukturierung denken, aber nicht an Schliessungen. Sie versprechen ein neues Fahrzeug anzuschaffen (kann das fliegen oder schneller fahren?) Diese haben es auch fertig gebracht, den Ambulanzpark nach Gesigen zu verlegen. Sollte jemanden aus Feutersoey dringend ins Spital kommen, so muss er eben auf das Fahrzeug warten.mehr...

Spital Simmental-Saanenland

02.01.1980

Unbegreifliche Spitalpolitik

Vor zwei Jahren sind wir vom Zürcher Unterland ins Simmental umgezogen, um hier unseren dritten Lebensabschnitt zu verbringen, obwohl der Kanton Bern in Sachen Steuern im oberen Segment liegt. Die Gründe für unseren Entschluss waren die zahlreichen Ferienaufenthalte, die wir hier genossen hatten, die guten Einkaufsmöglichkeiten und vor allem die Gesundheitsversorgung durch Ärzte und das Spital, was mit zunehmendem Alter immer wichtiger wird.mehr...