Leserbriefe

02.01.1980

Muss Kinderkriegen rentieren?

Neulich wurde geschrieben, dass eine Geburt einen Verlust von 1500 Franken produziere. Ich finde es höchst bedenklich und traurig, wenn nun auch noch das Kinderkriegen ökonomisiert wird. Die Geburt eines Kindes ist eine so wundervolle Sache, die nicht mit Geld aufgewogen werden kann. Kinder bringen Freude und sind unsere Zukunft. Ich bin Befürworter von Eigenverantwortung und eines schlanken Staates. Für etwas Nützliches bin ich bereit, Steuern zu bezahlen.Die Zentralisierung hat uns nur Mehrkosten und den Verlust von Bürgernähe gebracht. Hatte der Kanton Bern vor zehn Jahren 13300 Vollzeitstellen, sind es heute deren 17700. Kein Wunder, dass die Kassen des Kantons leer sind. Wenn ich nun auch noch höre, dass mit unseren Steuergeldern nach dem Giesskannenprinzip vielen Leerlauf produzierenden Schreibtischtätern einen Bonus verteilt wird und stattdessen Geburtsabteilungen geschlossen werden, «tätscht mir das där Nuggel usi». Es ist höchste Zeit, sich zu wehren. Nicht beim Kinderkriegen sondern endlich bei der Monsterbürokratie in Bern muss abgebaut werden.mehr...

Spital Zweisimmen

02.01.1980

Theater wiederholt sich

Die Gemeinderatspräsidenten von Gsteig, Lauenen, Saanen und Zweisimmen, und viele Bürger im Saanenland nehmen mit Erleichterung, nach langer Ungewissheit, den Entscheid STS AG den Spitalstandort Zweisimmen mit einem Neubau zu erhalten zur Kenntnis.mehr...

Leserbriefe

02.01.1980

3× Etikettenschwindel

Etikettenschwindel Nr. 1: Die eingereichte Initiative des SBV (Schweiz. Bauernverband) enthält in keinem einzigen Punkt etwas Konkretes. Alle Punkte, die darin festgeschrieben sind, enthalten nichts anderes als Gummi! Nur ein Beispiel: «Die Landwirtschaft sichert die Versorgung der schweizerischen Bevölkerung mit einheimischen Nahrungsmitteln…» Tatsache ist: In der Schweiz werden heute 56 Prozent der benötigten Lebensmittel produziert. Für eine Kcal im Inland zu produzieren, müssen vier Kcal Energie importiert werden. Dies in Zeiten des Friedens. In gestörten Zeiten, in der keine Energie mehr importiert werden kann, wird die Produktion innerhalb eines Monats zusammenbrechen.mehr...