Leserbriefe

02.01.1980

Pauschalsteuer – ein schweizerisches Reizwort?

Da eine seriös geführte Diskussion über Pauschalbesteuerung nicht ohne Thematisierung der Steuergerechtigkeit auskommt, wundere ich mich immer wieder, wie einseitig fokussiert uns die Befürworter dieser Steuer «informieren». Versucht man einfach, dem Stimmbürger mit unvollständigen und zum Teil verfälschten Fakten möglichst Sand in die Augen zu streuen oder fehlt es da auch an ganzheitlichem Wahrnehmungsvermögen?mehr...

Leserbriefe

02.01.1980

Passivität von Regierungsrat Philippe Perrenoud

In einem Interview in der Samstagsausgabe vom «Berner Oberländer», vom 1. November 2014, gibt der abtretende Direktor vom Spital Emmental, Adrian Schmitter, klaren Bescheid über die Spitze der Bernischen Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF). Mit – pardon – unprofessionellen Berechnungen wollte Herr Perrenoud mit seinen Chefbeamten das Spital in Langnau i.E. schliessen. Durch die richtige Reaktion von Herrn Adrian Schmitter mit seinen Gremien konnte die zwei-Standort-Strategie des Spitals Emmental (Burgdorf und Langnau i.E.) mit einer Finanzierung durch diverse Banken erhalten bleiben. Adrian Schmitter würde für den Kanton Bern auch keine weiteren Spitalstandort-Schliessungen mehr sehen. Vielmehr erwähnt er, dass der einheitliche Basispreis aller Berner Regionalspitäler seit 2012 um sieben Prozent gesunken ist. Die Kosten in den Berner Regionalspitäler liegen nur noch ein Prozent über dem Niveau der Zürcher Spitäler, die stets als Vorbild gelten. Da äussert sich Adrian Schmitter auch, dass es sowieso immer ein Irrglaube war, zu meinen, einige wenige grosse Spitäler würden genügen. Kleinere Spitäler sind nachweislich kostengünstiger als grosse, wenn sie eine Minimalgrösse aufweisen. Auf die Frage an Adrian Schmitter, ob er dann im Kanton Bern ein Überangebot an Spitalplätzen sehe, antwortete er klar, dass er ein massives Überangebot nur in der Stadt Bern sehe. Umso mehr ist man erstaunt, wenn man hört, dass das Spital Netz Bern zusätzlich noch ein Stadtspital bauen möchte. In seinem Interview wurde Herr Schmitter auch auf die Schliessung der Geburtenabteilung in Zweisimmen angesprochen. Da meinte er, dass es nicht an ihm sei, diese Situation zu beurteilen. Aber ganz klar gibt er zu, dass eine Schliessung keine Lösung sei, sondern eine Bankrotterklärung. Der Kanton Bern gibt jährlich eine Milliarde Franken aus für Spitalleistungen, da sollte die Geburtenabteilung in Zweisimmen mehr als finanzierbar sein. Herr Schmitter wunderte sich auch an der Obrigkeitsgläubigkeit der Berner. In seinen Verhandlungen mit Herrn Perrenoud musste er feststellen, dass sich Herr Perrenoud Widerstand nicht gewohnt war. Aber als Aargauer und zusammen mit seinen Emmentalergremien haben sie eine aggressivere Vorwärtsstrategie wählen müssen, um ihr Ziel mit dem Spital Emmental erreichen zu können. Aus diesem Interview geht doch klar daraus hervor, dass die GEF und weitere Gremien die Situation betreffend die Schliessung der Geburtenabteilung sowie die Reorganisation des Spitals Zweisimmen nicht im Griff haben. So wundert man sich auch, dass die Initianten der Spitalversorgungsinitiative mehr als zehn Monate warten mussten, um einen Termin von der GEF zu erhalten, um überhaupt angehört zu werden. So ergeben sich für mich schon einige Fragen:mehr...

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02.01.1980

Gedicht zum Spital

Der erste Spitalbau ist schon lange her,doch Schliessung und Abbruch fällt schwer.mehr...

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02.01.1980

Ein herzliches «Dankeschön» an die Lenker

Als im Dezember 2007 mein Bruder «z’Werni» zu Grabe getragen wurde, war die Trauer sehr gross. Er hinterliess drei schulpflichtige Kinder und trotzdem musste es weiter gehen. Die riesige Anteilnahme und Solidarität der einheimischen Bevölkerung hat uns damals und auch heute noch sehr ergriffen. Mit der Kollekte vom Trauergottesdienst durfte ich für seine Kinder ein Konto einrichten. Nun, sieben Jahre später, sind aus den Kindern von Werni und Susanne junge Erwachsene geworden. Janine (20) lebt und arbeitet in Klosters, sie absolviert momentan ihre zweite Ausbildung als Köchin. Mit dem Geld aus der Kollekte kann sie sich ein GA leisten, um an den Freitagen nach Hause zu fahren. Lukas (18) macht eine Ausbildung zum Kaufmann. Sein grosses Ziel ist, Eishockeyprofi zu werden. Er spielt bei den Elitejunioren in Rapperswil und kann das Geld für seine hohen Auslagen (Trainingslager, Material, Fahrspesen) sehr gut gebrauchen. Seraina (17) lebt bei ihrer Mutter in Luzern. Sie absolviert eine Ausbildung zur Pferdepflegerin. Das Geld kann sie gut für Reitstunden und Reitlager einsetzen. Obwohl die drei nicht mehr «Lenggertütsch» sprechen, sind sie doch in ihren Herzen noch immer «Lengger». Nicht zuletzt wegen der grossen Solidarität und Anteilnahme, die sie erfahren durften. Speziell möchte ich der Hockeyfamilie vom EHC Lenk-Zweisimmen für die grosse Unterstützung danken. Der Teamgeist zeigte sich auch neben dem Eis. Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich erst in schwierigen Situationen. In diesem Sinne möchte ich im Namen der Familie Schläppi allen Lenkerinnen und Lenker herzlich Danke sagen. Pitschi Schläppi, Nesslaumehr...

Leserbriefe

02.01.1980

Nein zur Abschaffung derPauschalbesteuerung

In der Schweiz entscheiden die Kantone über die Steuerpolitik, ein Grundprinzip des Föderalismus. Mit einer möglichen Abschaffung der Pauschalbesteuerung würde das Schweizer Volk dieses Privileg verlieren.mehr...

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02.01.1980

Aufruf zum klaren Denken!

Die zahlreichen Artikel zum Thema «Pauschalsteuer», die unisono die gleiche Meinung vertreten, erfordern eine Erwiderung.mehr...

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02.01.1980

Wird aus der Spitalorganisation ein Königreich?

Nach dem Studium der von den Spitalkämpferinnen verfassten siebenjährigen Spitalgeschichte komme ich zum Schluss, dass der endgültige Niedergang des heutigen Grundversorgungssystems in der Region Simmental-Saanenland beschleunigt werden sollte. Wie so oft im Leben, muss eine Phase der Enttäuschungen ertragen werden, bevor es wieder aufwärts gehen kann. Deshalb schlage ich dem Verwaltungsrat Spital STS AG Thun vor, an seiner nächsten Sitzung die entsprechende Massnahme zu treffen. Diese wäre: Der bisherige Chef der Spitalorganisation Thun-Simmental-Saanenland wird für sein bisheriges erfolgreiches Wirken zum König gekürt. In einem ergreifenden Akt wird ihm die Krone aufgesetzt, wonach er das Machtsymbol täglich zur Schau wird tragen können. Mit dem Segen der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern wird er nun allen ihm zuwiderlaufenden demokratischen Bestrebungen trotzen und seine Machtfülle ungehindert ausüben. Er wird von nun an seine Gefolgsleute aussenden, um sich neue Gebiete für sein Wirken einverleiben zu können. Und so wird es weitergehen, bis das ganze Machtkartell in sich zusammenbricht. Die dadurch befreite Bevölkerung wird sich danach freudig dem Wiederaufbau widmen und in gegenseitigem Respekt befriedet Strukturen schaffen, wie man sie vor Jahren hatte. Der durch den Zusammenbruch des Systems entstandene Gemeinsinn über alle Gemeinden der Region hinweg ist dann so ausgeprägt, dass der König und dessen Gefolgsleute aus nah und fern verjagt werden. Wollen wir diesen Weg umgehen, bleibt nur die Teilnahme an den bevorstehenden Gemeindeversammlungen, um für ein JA zu Gunsten des Erhalts der Geburtenabteilung in Zweisimmen einzustehen. Hans-Peter Böhlen, Lenkmehr...