Krönender Abschluss mit der Klezmer-Band «Fogosch»

Krönender Abschluss des Festivals «Klang am Grat» auf der Lenkerhof-Terrasse mit der Klezmer-Band «Fogosch»

Von Kilian Gobeli

«Fogosch» mit hochrhythmischer Klezmermusik und melancholischen Liebesliedern auf der Panoramaterrasse des Hotels Lenkerhof.

«Fogosch» mit hochrhythmischer Klezmermusik und melancholischen Liebesliedern auf der Panoramaterrasse des Hotels Lenkerhof.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am Sonntagvormittag eine stattliche Anzahl interessierter Leute auf der Panoramaterrasse des Hotels Lenkerhof ein und warteten bei Wein, Cüpli mit Snacks oder Kaffee gespannt auf das Schlusskonzert des diesjährigen Festivals «Klang am Grat». Und sie wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Schnelle Klezmermelodien…

Unter dem Titel «Klezmer mit einer Prise Jazz» war die Band «Fogosch» angekündigt. Als «Klezmer» wird traditionelle, jüdische Volks- und Tanzmusik bezeichnet, und «Fogosch» ist die ungarische Bezeichnung für den Fisch Zander. So kann Klezmermusik bezeichnet werden. Wie ein Fisch – beweglich und zuweilen sehr schnell. Und genau so klang es alsbald auf der Lenkerhofterrasse. Das spielfreudige Quintett hatte ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt aus schnellen und hochrhythmischen Stücken mit ungeraden Takten. Einige seien zum Tanzen geeignet, wie Mia Schultz, die Klarinettistin und Leiterin der Gruppe, erklärte, und sie lud die Besucherinnen und Besucher auch dazu ein. Platz hätte es ja genug. Sehr schön zur Geltung kamen die ungeraden Takte in «Crazy Freilach», einer Komposition der Basler Klezmerband «Kol Simcha».

…und melancholische jiddische Liebeslieder

Gekonnt ins Programm eingestreut hatten die fünf aber auch melancholische Liebeslieder, die von der Sehnsucht nach der angebeteten, aber schon vergebenen Liebe singt, wie unter anderem im Lied «Ikh vel varten» (ich will warten), sehr schön in Jiddisch gesungen von Micha Hornung. Einige Nummern waren mit einer Prise Jazz angereichert, in anderen ungarische Einflüsse zu hören. Das in Bern beheimatete Quintett «Fogosch» spielt seit acht Jahren zusammen. Jedes der Fünf ist Könner auf seinem Instrument. Mia Schultz, Klarinette, und Bassklarinette, Daniel Woodtli, Trompete und Flügelhorn, Micha Hornung, Akkordeon und Gesang, Higi Bigler, Kontrabass, und Adrian Christen, Schlagzeug und Perkussion, beherrschten die ungewöhnlichen Takte und Rhythmen tadellos.

Krönender Abschluss

Das Konzert mit «Fogosch» und seinem sehr unterhaltsamen Programm war der krönende Abschluss des diesjährigen Festivals Klang am Grat!

Als Fazit darf gesagt werden: Der künstlerische Leiter Daniel Woodtli hatte wieder ein wunderschönes, sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und spannende Musikerinnen und Musiker eingeladen.

Alle Konzerte und alle Formationen hätten mehr Publikum, vor allem auch einheimisches, verdient! Woodtli blickte dennoch zuversichtlich in die Zukunft und versprach, dass das Festival «Klang am Grat» nächstes Jahr in vierter Auflage stattfinden werde. Das ist doch sehr zu hoffen!

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Erstellt:
30.08.2026, 00:30 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 11sec
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