15. Mannried Open Air 2026

Der Sommer 2026 und die Mannrieder Bühne glühten um die Wette

Bereits zum 15. Mal brodelte es auf dem Mannrieder Turnplatz! Nach einem urchigen Ländlerabend räumten Akkordeon und Schwyzerörgeli das Feld für Headbanger und ihre wallenden Mähnen und E-Gitarren.

Von Isabelle Poschung

Das chilenische Stimmwunder wurde u. a. von Krokus-Bassist Tony Castelluccio unterstützt.Der Sommer 2026 und die Mannrieder Bühne glühten um die Wette

Das chilenische Stimmwunder wurde u. a. von Krokus-Bassist Tony Castelluccio unterstützt.Der Sommer 2026 und die Mannrieder Bühne glühten um die Wette

© Isabelle Poschung

Als altbekannte Gäste in Mannried eröffneten die Ländlerfründe Walopsee, gefolgt von den Örgelifäger, die drei heissen Tage.

Bis tief in die Nacht führte Heimatliebi, die selbst ernannte Boygroup, welche nie tanzen gelernt hat, und lud zum Mitschunkeln ein. Heimatliebi hat bekannte Namen im Gepäck: Urs «dr Eidgenoss» Fischer jun., Akkordeon-Meister Adamo Häller (ChueLee, Trauffer) und Schibä (die charakteristische Stimme von Äxtra und QL) lieferten eine kurzweilige Show!

Der Vorverkauf lief bombastisch

Bereits Wochen im Voraus war der Freitagabend sowie die Zwei- und Drei-Tagespässe ausverkauft. Organisator Sandro Mühlemann ist überwältigt und dankbar: «So macht organisieren Spass!»

Nicht ganz unschuldig an den grossartigen Verkaufszahlen war sicherlich Speed-Skirennfahrer Dominik Paris. Dieser nahm mit seiner Band Rise of Voltage erstmals die lange Fahrt aus dem Südtirol ins Obersimmental auf sich. Der Ski-Crack lud vor dem Auftritt zum Interview und bestätigte den Eindruck, dass er vor Konzertauftritten nervöser sei als von einem Skirennen: «Beim Skirennen hab ich mehr Routine und bin auf mich selbst gestellt, auf der Bühne ist es Teamarbeit.» Paris’ Skirennkalender hat Priorität, somit liegen in der Sommersaison vier bis fünf Auftritte und unter dem Jahr möglichst eine Bandprobe pro Woche drin.

Vollgas im Schnee und auf der Bühne

Bedrohlich dunkle Wolken und doch lang ersehnter Regen waren im Anzug, als «Domme» und seine Jungs ihr eigenes Gewitter krachen liessen: Schnörkellos und ohne grosses «Drumherum» zogen die Südtiroler, welche sich schon seit Kindesalter kennen, ihre Show durch. Die Regentropfen zogen sich eingeschüchtert zurück.

Wo treue MOA-Besucher wussten, was sie erwartete, pressten die Skifans die Oropax noch tiefer in die Gehörgänge und zogen Paris’ Können auf dem Schnee dem growlenden Gesang vor.

Die nachfolgende Band Rock-Out aus dem Emmental, welche sich auch schon Stammgast von Mannried nennen darf, holte mit bodenständigem Rock die Mehrheit des Publikums ab und brachte die «Skifans in Schockstarre» doch noch zum Feiern.

Einheimische teilten sich mit Promis die Bühne

Ganz familiär gehts in Mannried zu und her, stand doch Gitarrist Nando Zwahlen mit «Sili and the Grey Rock Rebels» als Vorband vor seinem Götti Ädu auf den Brettern. Hatte dieser seinem Göttibueb damals seine erste Gitarre geschenkt und heute standen sie erstmals am gleichen Event auf der Bühne.

Ädu Zeller brachte nach 2018 seine Truppe von Granit zurück nach Mannried, im Gepäck eine neue starke Sängerin. Da die «harten Steine» aktuell einen neuen Schlagzeuger suchen, waren sie umso dankbarer, den Auftritt wahrnehmen zu können, dank Aushilfsdrummer Ädu «Lurchi» Kilchenmann.

Nicht nur der Stein Granit zeichnet sich als langlebig aus, auch die Musiker beweisen Ausdauer, drei Mitglieder sind seit den 90er-Jahren fester Bestandteil der Band. Granit mit Gitarrist Ädu Zeller, aufgewachsen in Blankenburg, wurde von den einheimischen Fans sehnsüchtig zurückerwartet.

Kein Geringerer als Organisator Sandro Mühlemann trägt das Bandlogo seit einigen Jahren als Tattoo unter seiner Haut.

Sängerin Chrigä löste mit ihrer kraftvollen Stimme zustimmendes Nicken und Begeisterung im Publikum aus. Spielend vermochte sie der kräftigen und markanten Stimme von James Hetfield (Metallica) zu trotzen und brachte mit «Sad but true» die Bühne bei hochsommerlichen Temperaturen beinahe zum Glühen.

Sandro Mühlemann zeigte sich «einfach nur happy» über die drei gelungenen Tage und am 15-jährigen zwei grosse Namen wie Ronnie und Dominik dabei gehabt zu haben.

Mit der deutschen Melodic-Death-Metal Band Asenblut ist die erste Band für 2027 bestätigt und wird wohl nicht nur optisch für Furore sorgen – Danke allen MOA-Helden, welche bereits das nächste Event auf die Beine stellen – Vorfreude macht sich breit!

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Erstellt:
20.08.2026, 00:30 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 49sec
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