Diemtigen feierte 40-Jahr-Jubiläum des Wakkerpreis

Mit einem stimmungsvollen Fest ist am vergangenen Samstag, 8. August der Baukulturmonat im Naturpark Diemtigtal eingeläutet worden. Anlass ist das 40-jährige Jubiläum des Wakkerpreises, den die Gemeinde Diemtigen 1986 vom Schweizer Heimatschutz für ihre weitsichtige Ortsplanung und den sorgfältigen Erhalt ihres traditionellen Streusiedlungscharakters erhielt. Zahlreiche Besuchende nutzten die Gelegenheit, das preisgekrönte Dorf und seine Baukultur auf vielfältige Weise zu entdecken.

Von Naturpark Diemtigtal

Grossrat Dominik Blatti unterstrich in seiner Rede, wie stark die Menschen, die in den Häusern wohnen, die Baukultur Tag für Tag prägen.

Grossrat Dominik Blatti unterstrich in seiner Rede, wie stark die Menschen, die in den Häusern wohnen, die Baukultur Tag für Tag prägen.

© Rahel Mazenauer

Diemtigens Gemeindepräsident Jürg Stucki eröffnete den offiziellen Festakt und würdigte die Bedeutung des Wakkerpreises für die Entwicklung der Gemeinde. In ihren Grussworten unterstrichen auch Grossrat Dominik Blatti, Barbara Imboden vom Amt für Kultur und Denkmalpflege sowie Beat Schwabe, Vizepräsident des Schweizer Heimatschutzes, den Stellenwert des baukulturellen Erbes und das langjährige Engagement für dessen Erhalt. Sie alle waren sich einig, dass es eine Ehre ist, den Wakkerpreis zu besitzen. Beat Schwabe sprach zum Abschluss seiner Rede ein grosses Lob an Diemtigen und seine Bevölkerung aus: «Diemtigen hat den Wakkerpreis auch heute noch mehr als verdient!». Die Alphorngruppe Chirel umrahmte den Festakt musikalisch.

Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Premiere der neuen Dorfführung «Kleines Dorf – grosse Geschichten». Gemeinsam mit den einheimischen Guides Heidi Wampfler und Hans Iseli erkundeten die Teilnehmenden während eines rund eineinhalbstündigen Rundgangs das Dorf Diemtigen. Im Mittelpunkt standen die Simmentaler Zimmermannskunst und die eindrücklichen Fassaden der historischen Häuser. Persönliche Geschichten, überraschende Anekdoten und spannende Einblicke in die Dorfgeschichte machten die Führung zu einem besonderen Erlebnis.

Auch rund um den Festplatz gab es viel zu entdecken. In der Festwirtschaft sorgte Markus Dubach mit seinem Team mit Köstlichkeiten vom Grill für das leibliche Wohl. Traditionelles Handwerk konnte an verschiedenen Ständen hautnah erlebt werden: Schlosser, Zimmerleute und ein Schindelmacher gewährten Einblicke in ihre Arbeit und luden die Gäste teilweise zum Mitmachen ein. Das historische Ofenhaus zeigte, wie Brot gebacken wird, während das «Feierabendklopfen» einen eindrücklichen alten Zimmermannsbrauch aufleben liess.

Der Handwerkerstolz zeigte sich im Jubiläumsprogramm: Der alte Zimmermannsbrauch «Feierabendklopfen» wurde wiederbelebt.

Der Handwerkerstolz zeigte sich im Jubiläumsprogramm: Der alte Zimmermannsbrauch «Feierabendklopfen» wurde wiederbelebt.

© Rahel Mazenauer

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Erstellt:
12.08.2026, 00:30 Uhr
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