SP Zweisimmen tagte in Blankenburg
Nationalrätin Ursula Zybach gab sich die Ehre
Zur diesjährigen Hauptversammlung der SP Zweisimmen hat Präsident Jean-Pierre Beuret die Mitglieder nach Blankenburg eingeladen. Die Besucherinnen SP-Nationalrätin Ursula Zybach und Verena Roder, Co-Präsidentin im SP-Amtsverband Berner Oberland, überraschten und erfreuten die Zweisimmer SPlerinnen und SPler.
SP-Nationalrätin Ursula Zybach (stehend 2. von links) besuchte die Zweisimmer SPlerinnen und SPler.
Den offiziellen Traktanden wie Jahresrechnung, Jahresbeiträge wurde ohne Wortbegehren zugestimmt. Kassierin Claudia Gautschi hat die Rechnung mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Als langjähriger Rechnungsrevisor hat Werner Knöri demissioniert. Als Nachfolger wurde Martin Bangerter gewählt.
Präsident Jean-Pierre Beuret liess in seinem Jahresbericht die Zweisimmer Gemeinderatswahlen Revue passieren. Den SP-Sitz gewann hauchdünn Angela Haydar vor dem bisherigen Walter Siegenthaler. Angela Haydar, Gemeinderätin mit Ressort Soziales orientierte kurz über laufende Ratsgeschäfte. Weniger erfreulich, so Beuret, verlief die Besetzung der Gemeinde-Kommissionen. «Trotz qualifizierten SP-Vorschlägen wurden diese im bürgerlichen Rat kaum berücksichtigt.» Aus der SP-Mitte wurde zudem die oft mangelnde oder vernachlässigte Information seitens der Gemeinde kritisiert. Eine transparente Berichterstattung über die politische Arbeit würde die Bevölkerung motivieren, sich ebenfalls aktiv einzubringen.
Gemeinden tragen Mitverantwortung
Die Gesundheitsversorgung unserer Region ist für SP-Präsident Beuret, wie für die Anwesenden ein zentrales Anliegen. Das Simmental und das Saanenland stehen im Gesundheitswesen vor grossen Herausforderungen. Die Gemeinden haben dabei die Mitverantwortung zu tragen. Der Hausärztemangel nimmt zu. Bestehende Praxen finden keine Nachfolge oder können keine neuen Patientinnen oder Patienten mehr aufnehmen. Besonders für ältere Menschen ist die Zugänglichkeit zu medizinischen Leistungen erschwert. Dazu wirken sich die Einschränkungen im Bereich der Geburtshilfe, der kinderärztlichen Versorgung wie auch die Notfallversorgung ohne ständig verfügbaren chirurgischen Facharzt negativ auf die Bevölkerung der ganzen Region aus.
Versorgungslücken frühzeitig erkennen
Kritisch beurteilt wurden auch der fortschreitende Abbau und die Zentralisierung der Akutversorgung. Es wird zu wenig auf die Auswirkungen für die gesamte regionale Gesundheitsversorgung geachtet. Gerade die Sicherung einer wohnortnahen Grundversorgung, das frühzeitige Erkennen von Versorgungslücken sowie eine bessere Koordination der verschiedenen Angebote seien zentrale Aufgaben. Die einzelnen Leistungserbringer vertreten naturgemäss ihre jeweiligen Zuständigkeiten und Interessen. Um die Entwicklung der regionalen Versorgung objektiv beurteilen und rechtzeitig reagieren zu können, brauche es deshalb ein unabhängiges und transparentes Monitoring, das auf kommunaler oder regionaler Ebene strukturell verankert ist.