Am richtigen Ort angekommen: Umzug der Maternité Alpine
Das Geburtshaus Maternité Alpine öffnete die Türen am neuen Standort, der Anlass stiess auf enormes Interesse.
Maternité Alpine: Tag der offenen Tür 2026
Die Maternité Alpine hatte am Samstag, 8. August, zum Tag der offenen Tür in den neuen Räumlichkeiten im Spital Zweisimmen eingeladen.
Der Umzug war ein Kraftakt
Das Geburtshaus befindet sich nun im ersten Stock beim Notfall. Wer durch die einladend beschrifteten Türen geht, verlässt die Spitalatmosphäre und findet sich in freundlichen, gemütlichen Räumen wieder – fast wie Zuhause. Der Ansturm von Interessierten am Tag der offenen Tür war enorm: Familien mit Kleinkindern, Schwangere, Grosseltern, Gönner und Sponsoren.
Verwaltungsratspräsidentin Anne Speiser hielt fest: «Der Umzug war ein Kraftakt für die Betriebsleiterinnen, da er neben dem normalen Betrieb stattfand. Jetzt ist die Maternité Alpine dort, wo wir von Anfang an hinwollten, nämlich im Spital. Und zwar als stationärer Leistungserbringer und in der Nähe des Notfalls. Das ist auch wichtig wegen der Verlegungen.»
Pausierte Geburten
Das Angebot ist dasselbe wie vorher, jedoch wurden die Geburten seit dem 1. Juli pausiert. «Wir planen, den Geburtsbetrieb wieder aufzunehmen», versicherte Hebamme und Co-Betriebsleiterin Susanne Reber. Zwei ungeplante Geburten, bei denen die Zeit für die Fahrt nach Thun nicht mehr reichte, haben bereits im Geburtshaus stattgefunden. Die Zusammenarbeit mit den Kinderärzten der Medbase ist eng, sie kommen zweimal pro Woche zu Besuch.
Neu werden die Mahlzeiten vom Spital bezogen werden. «Das Frühstück machen wir aber selber», so Susanne Reber. «Es ist reichhaltig und die Frühstückszeit ist flexibel, abhängig davon, wie die vorhergehende Nacht war.»
Modern und familienfreundlich
Moderne Badezimmer, eine grosszügige Küche mit gesponserter Inneneinrichtung und zwei freundliche Familienzimmer, in denen die Familien übernachten können, vermitteln eine familiäre Atmosphäre. Im Aufenthaltsraum steht ein grosser Esstisch für gemeinsame Mahlzeiten bereit, auch an Stühle und Spielsachen für die Geschwister wurde gedacht. Eine grosse Wiege, ein Sofa und ein grosses Bett stehen ebenfalls bereit – es fühlt sich an wie daheim. «Bei uns steht die familienzentrierte Betreuung im Fokus», erklärte Anne Speiser. «Geschwister sind immer willkommen, sie sind kein Störfaktor wie an anderen Orten. Für die Geschwister ist es wichtig, zu wissen, wo Mama ist. Vielleicht ist sie zum ersten Mal weg. Bei Bedarf nehmen wir den Aufenthaltsraum als Wochenbettzimmer in Gebrauch. Man vergisst so schnell, wie wichtig der Einstieg ins Leben als Familie ist. Es ist eine sensible und verletzliche Lebensphase für Mutter, Kind und Partner und der Betreuungsbedarf ist verschieden. Es ist wichtig, dass die Frau sich gut erholen kann und sich sicher fühlt.»
Und als kleines Extra gibt es bei den neuen Räumlichkeiten sogar einen Gartensitzplatz. Der Endlosgarten, ursprünglich von der geriatrischen Abteilung eingerichtet, steht jetzt auch den Familien zur Verfügung.