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30. Jazz Tage Lenk

Jazz von New Orleans bis Boogie-Woogie – ein brillanter Start mit brillanten Künstlern

Die Jazztage feiern ihr 30. Jubiläum. Die Begründer Monika und Aschi Wälti hatten sich Ende der 80er Jahre vorgestellt, dass während zwei Wochen Jazz-Musik die Dorfszene an der Lenk dominiert. Professionelle Organisatoren mit professionellen Musikern haben das Werk der Familie Wälti weitergeführt und präsentieren im Jubiläumsjahr ein Jazz Festival, das sich mit den Grossen durchaus messen kann.

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30. Jazz Tage Lenk

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© Walter Zeller

© Walter Zeller

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Hurricane Brassband

© Walter Zeller

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Clive Fenton, Bandleader der Clive`s Hot Shots

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Clivs Hot Shots

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Dominique Müller und Andreas Beer die beiden Musikmacher

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Chris and Mike

© Walter Zeller

Freetime Jazzband

Jedes Jahr beginnen die Jazztage mit Vorbereitungen, die in den Wochen vor dem Fest die Dorfszene langsam verändern. In den Gastronomie-Betrieben wird Jazz-Wein angeboten, in den Auslagen der Detaillisten liegen plötzlich neben den gewohnten Nahrungsmitteln eine Trompete und das Plakat der Jazz Tage. Die grösste Veränderung geschieht auf dem Kronenplatz. Neben dem Leben zwischen Post und den Einkaufsläden wird gearbeitet, der Kronenplatz wird mit einem imposanten Zweimaster Hydraulik-Zelt überdacht. Die Bühne wird montiert, die Audio-Anlagen werden angeschlossen, die Beleuchtung installiert und je näher der Termin der Jazz Tage rückt, wird der Kronenplatz zum Festplatz, ohne den Tagesablauf der Geschäfte zu beeinträchtigen. Das schaffen seit Jahren die freiwilligen Organisatoren und Helfer in professioneller Art und Weise.

Der Tag davor
Die zweite, wesentliche Veränderung geschieht kurz vor dem Beginn der Festtage. Die Stammgäste, die Jazz-Fans reisen an. Da und dort prägen noch verpackte Instrumente das Dorfbild und erste Jazzklänge sind im Dorf hörbar. Das Dorfbild wird lebendiger und es wird opportun, dass die Zwischensaison auch an der Lenk zu Ende geht. Dem Wunschbild der Begründer der Lenker Jazz Tage wird auch dieses Jahr entsprochen, der Jazz prägt das Dorfbild.
Freitag, 13. Juli 2018
Der erste Tag der 30. Jazz Tage hat den Aberglauben des Unglücksfreitags Lügen gestraft. Schon am frühen Nachmittag füllte sich der Garten bei der Krone, die uniformierten Mitglieder der holländischen «Hurricane Brass Band» machten sich für ihren Strasseneinsatz vor dem Hotel bereit. «Jetzt geht es dann endlich los», meinte ein weit hergereister, ungeduldiger Stammgast der Jazz Tage. Auch die Musiker machten ihrer Ungeduld Luft und begannen ihr Konzert schon vor vier Uhr. Gefolgt von einer Schar Kinder zogen die Musikanten durch das Dorf, während die Menge immer grösser wurde, die auf dem Trottoir die Strasse säumte. Mit dem Konzert auf der Strasse wurden die 30. Jazz Tage an der Lenk eröffnet.
Abendkonzert mit der «Full Steam Jazzband»
Ein voll professionell eingerichtetes Zelt präsentierte sich den eintreffenden Gästen. Die neue Sitzgelegenheit überraschte sie positiv. Die Bühne wirkt freundlich und nach dem Sound-Check rühmten die Techniker wie die Gäste die Audio-Anlage. Michelle Bühler moderierte in bewährter, freundlicher Art das Konzert.

Aus dem Publikum marschierend, erschien die «Full Steam Jazzband» mit der «Bourbon Street Parade» am Freitagabend. Auf traditionellem Jazz basierend, bestritten die sechs Herren im dunkeln Anzug und roter Krawatte feierlich das Abendkonzert. Bekannte Melodien wie «What a wonderful World», «I still love you all» und «Jambalaya» brachten die 60er Jahre zurück und begeisterte das nahezu voll besetzte Zelt. Ein gelungener Start mit Volldampf.

Der Jazz Train und New-Orleans-Jazz im Kreuzgarten
Mit den New-Orleans-Klängen aus dem Kreuzgarten begann für viele der Morgen vielleicht etwas zu früh. Mit Swing und New-Orleans-Jazz wurden die Gäste rasch wieder in die frühe Zeit des Jazz zurückgeholt. Die sechs Schweizer «The small Town Kids» haben den New-Orleans-Jazz in seiner sanften Art rübergebracht. Swingend haben sie das Publikum begeistert. Ein weiterer musikalischer Mosaikstein hat die erwachenden Jazz Tage an der Lenk ergänzt.

Mit zufriedenen Gästen startete der «Jazz Train» der MOB in die Nachbarschaft nach Saanen. Die Schweizer «The glug glug Five» hatten den Zug musikalisch schon ab der ersten Jazz-Mile im Griff. Während dem Konzertblock der glu glu Five wurde den Jazzgästen eine Fleischplatte und Weisswein kredenzt.

Nach dem Apéro in Saanen kehrten die begeisterten Gäste mit «ihren» Jazzern in die Jazz-Szene an die Lenk zurück.

Ist die Dutch Swing College Band Mitbegründer der Jazz Tage Lenk?
In ihrer Jugend haben sich die beiden Begründer der Jazz Tage Monika, damals noch Beetschen und Aschi Wälti oft mit der Clique im Dorf getroffen. Wir hingen stundenlang im Terrasse und opferten oft den letzten Zwanziger (Rappen nicht Franken) für den gläsernen WURLITZER um «Guantanamera» oder «Stop in Las Vegas» zu hören. Wir liebten die «Dutch Swing College Band». Unsere Favoriten waren «Creole Jazz» oder «African Queen», die wir immer wieder auf uns wirken liessen. Damals hätten wir viel gegeben, die «Dutch Swing College Band» an die Lenk zu haben. Wir hatten damals nur den WURLITZER, das Radio Beromünster, den Jazz und den Rock ’n’ Roll Live. Kein Handy, kein Computer, kein Fernsehen, kein Facebook, kein Twitter. Heute wären wir wahrscheinlich verbissene Fans der «Dutch Swing College Band». Wahrscheinlich hatten die beiden Begründer ihre Liebe zum Jazz aus dieser alten Zeit? Diese Vermutung bestätigte uns Bob Kaper im Interview, er lernte Aschi Wälti im 1989 an der Lenk kennen. Es ist schön, diese berühmte Band an der Lenk zu haben.

Erstellt am: 21.07.2018

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