Saaner Osterkonzerte 2022

Spektakulär und hoffnungsfroh in schweren Zeiten

In der Kirche Saanen fanden am Karfreitag und Ostersamstag die traditionellen Osterkonzerte statt. Unter der Leitung von Michael S. Bach spielte das Orchestra degli Amici und sang der erweiterte Mauritius-Chor, als Solist wirkte der hervorragende Soloposaunist Tobias Lang. Das ganze Ensemble überzeugte mit einer zur Osterzeit sehr guten passenden Vorstellung.

Von René Jaggi

Das Orchester degli Amici unter der Leitung von Michael S. Bach mit dem erweiterten Mauritiuschor.

Das Orchester degli Amici unter der Leitung von Michael S. Bach mit dem erweiterten Mauritiuschor.

© Fritz Wampfler

Das Konzert vor sehr gut besetzten Rängen (man merkte die Freude wieder, ein Osterkonzert live zu erleben) stand unter der Leitung des sehr souveränen einheimischen Dirigenten Michael S. Bach. Mit dem Orchestra degli Amici und dem Mauritius Chor, ergänzt mit einzelnen Sängerinnen und Sängern des Chörlis Schönried und Mitgliedern des Cantate Chors Zweisimmen, begann das Konzert.

Korsakovs Konzert für Posaune begeisterte mit Solist Tobias Lang

Dieses Werk wurde 1878 auf einer Ostseeinsel vor St. Petersburg uraufgeführt und besteht aus drei Sätzen. Es eignet sich besonders gut, um die klanglichen Möglichkeiten der sonst eher im Hintergrund eines Orchesters agierenden Posaune auszuschöpfen. Einer der besten Posaunisten der Schweiz, der junge Luzerner Tobias Lang (seines Zeichens Soloposaunist der Oper in Zürich und Preisträger von diversen europäischen Musikwettbewerben) liess dieses Konzert zu einer Sternstunde des einheimischen Musikschaffens werden. Das aufmerksame Publikum dankte es mit tosendem Applaus. Tobias Lang liess sich zu einer «jazzigen» Zugabe überzeugen und zeigte, was man mit einer Posaune tonmässig alles machen kann. Diese Demonstration der sogenannt «verkannten» Posaune überzeugte!

Der junge Soloposaunist Tobias Lang begeisterte das Publikum.

Der junge Soloposaunist Tobias Lang begeisterte das Publikum.

© Fritz Wampfler

Zum Artikel

Erstellt:
22.04.2022, 00:30 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 33sec
Kommentare