Jubiläum «150 Jahre MG Wimmis» begann mit Frühlingskonzert
Mit «Zeit zum Feiern!» hatte die Musikgesellschaft Wimmis ihr Frühlingskonzert am 20. März überschrieben. Und Programm, spürbare Erfolge und Stimmung hielten, was versprochen wurde. – Ein Stimmungsbericht mit «guten Aussichten».
Moderatorin Romina Arnold leitete warmherzig und mit den Wimmiser Verhältnissen vertraut durch das Frühlingskonzert der MG Wimmis.
© Martin Natterer
2026 ist das Jahr des 150-jährigen Jubiläums der MG Wimmis, und so begannen die diesjährigen Feierlichkeiten schon mit dem Frühlingskonzert am 20. März in der Aula Chrümig in Wimmis. Dirigent Matthias Kunz hatte das Programm – wie immer zusammen mit der Musikkommission, also gemeinschaftlich – so gut auf das Jubiläum, aber auch auf die bevorstehende Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest, das über Auffahrt in Biel stattfindet, abgestimmt.
«Joy Revisited», «Let’s Celebrate», «Camarpi Soda» (mit den Solisten Christoph Zahler und Michael Reinhard) stand neben dem Marsch «Gruss dem Seeland», welcher bereits auf die Teilnahme am «Eidgenössischen» in Biel anspielt. Musikalisch war – so hörte man aus den Aktiv-Kreisen der Musikgesellschaft – aber das Medley «Elvis in Concert» am anspruchsvollsten, dies vor allem durch die häufigen Rhythmuswechsel, die durch das poppig-rockige Original unvermeidlich waren. Genau das war aber besonders attraktiv.
Moderatorin Romina Arnold, früher selbst aktives Mitglied der MG Wimmis, war dabei die warmherzige Moderatorin, die sich weder durch einen fehlenden Bühnenaufgang («Ich nehme einfach den Stuhl hier, so komme ich auch auf die Bühne»), noch durch eine verwechselte Reihenfolge zweier Stücke aus der charmanten Fassung bringen liess.
Teilnahme am Eidgenössischen
Mit erwarteten 550 Blasmusikvereinen, zehntausenden Musikliebhabern und einer «Stadt im Festfieber», wie sich Biel selbst charakterisiert, ist das über Auffahrt stattfindende diesjährige Eidgenössische Musikfest in Biel das vermutlich grösste Musikfest der Welt. Dort wird auch die MG Wimmis teilnehmen.
Das von der Musikgesellschaft Wimmis ausgesuchte Selbstwahlstück «A Hero’s Tale», das auch am Frühlingskonzert in Wimmis gespielt wurde, ist dementsprechend sehr anspruchsvoll. Musikalisch und äusserst lautmalerisch erzählt das Stück die letzten Stunden des Todes des Helden nach. Es glänzt dabei nicht nur durch brillante Klänge, sondern durch viele authentische Anklänge an die Zeit der späten Renaissance und des beginnenden Barocks. Anklänge, die aber immer wieder von gefälligen modernen Einlagen getragen werden.