DV der Oberländer Schützen

Verbandspräsident gesucht

Viele Delegierte wurden an der Delegiertenversammlung des oberländischen Schützenverbandes mit der Mitteilung überrascht, dass Charles Menetrey, ab sofort von seinem Amt als Präsident zurücktritt. Die vom Vorstand präsentierte Übergangslösung wurde indessen von allen gutgeheissen.

Gruppenbild mit Dame. (v.l.) Stephan Wolf, für ein Jahr Präsident ad Interim; Raymond Bettschen, Ehrenmitglied; Jolanda Zürcher, neue Chefin Nachwuchs; Heinz Küffer, Ehrenmitglied und Charles Menetrey, abtretender Präsident

Gruppenbild mit Dame. (v.l.) Stephan Wolf, für ein Jahr Präsident ad Interim; Raymond Bettschen, Ehrenmitglied; Jolanda Zürcher, neue Chefin Nachwuchs; Heinz Küffer, Ehrenmitglied und Charles Menetrey, abtretender Präsident

Persönliche, geschäftliche und gesundheitliche Gründe haben dazu geführt, dass Charles Menetrey, Schwanden bei Sigriswil, als Präsident des Oberländischen Schützenverbandes (OSV) bereits auf die diesjährige Delegiertenversammlung demissioniert hat. Eigentlich wäre sein Rücktritt als oberster Oberländer Schütze erst auf die Delegiertenversammlung 2011 vorgesehen gewesen. An einer ausserordentlichen Sitzung hat der Vorstand unter Mithilfe der beiden Ehrenmitglieder Werner Schütz, Steffisburg und Heinz Thöni, Uetendorf, nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Den rund 200 Delegierten konnte Schütz an der Versammlung vom Samstag, 6. März 2010 in Reichenbach eine befriedigende Übergangslösung präsentieren. Raymond Bettschen, Reutigen, hat seine Demission als Chef Einzelwettschiessen/Gruppenmeisterschaft um ein Jahr vertagt. Somit wurde Stephan Wolf, Interlaken, der als Nachfolger von Bettschens Ressort vorgesehen war frei, um das Präsidium ad Interim für ein Jahr zu übernehmen. Das Ressort Nachwuchs, das Wolf innehatte wird neu von Jolanda Zürcher, Frutigen, übernommen. Die Delegierten waren mit dieser Lösung offenbar zufrieden und stimmten allen Rochaden im Vorstand einstimmig zu.

Oberländisches 2013 im Oberhasli

Die Zustimmung der Delegierten zog sich durch die ganze Versammlung durch. So wurden Susanne Schild, Hofstetten, als Kassierin, Hans Willi, Hasliberg, als Vizepräsident/Sekretär und Peter Graber, Unterbach als Jungschützenchef für eine weitere Amtsdauer bestätigt. Ebenfalls einstimmig wurde dem Amtsverband Oberhasli die Austragung des Oberländischen Schützenfestes im Jahr 2013 übertragen. Auch die Jahresrechnung, die mit einem Verlust von knapp 7000 Franken abschliesst und das Budget 2010, welches wieder schwarze Zahlen vorsieht, erhielten die Zustimmung. Als Nachfolger von Sepp Steffen, Thun, wurde Marcial Schwarz, Zweisimmen, als neuer Rechnungsrevisor gewählt.

Erfreuliches gab es aus dem Bereich Jungschützenwesen und Nachwuchs zu berichten. Peter Graber und Stephan Wolf konnten zahlreiche Schützinnen und Schützen auf die Bühne bitten und sie für ihre Leistungen auszeichnen. Dies dürfte für alle Vereine ein neuer Ansporn sein, sich vermehrt dem Nachwuchs zu verpflichten. Einer der sich als langjähriger Jungschützenleiter eine Auszeichnung verdient hat, ist Manfred Wyssmüller, Erlenbach. Er durfte auch eine Anerkennung in Empfang nehmen.

Neue Ehrenmitglieder

Alle, die jemals an einer Landesteilrunde der Gruppenmeisterschaft in der Thuner Guntelsey teilnehmen konnten, hatten sicher auch mit Heinz Küffers Familie zu tun. Seit rund 30 Jahren obliegen die Organisation und die Resultatauswertung in der Hand von Heinz Küffer. Immer wird er von seiner Frau und seinen Töchtern tatkräftig unterstützt. Für diese langjährigen Dienste wurde Heinz Küffer zum Ehrenmitglied ernannt. Da er vorgängig kurz über die Totalsanierung der Trefferanzeige in der Guntelsey orientieren durfte, kam diese Ehrung für ihn völlig überraschend. Da Raymond Bettschen ja eigentlich dieses Jahr von seinem Amt zurücktreten wollte, wurde auch er zum Ehrenmitglied ernannt. Dass er sich nun, angesichts der speziellen Umstände, für ein zusätzliches Jahr im Dienste der oberländer Schützen entschieden hat, rechtfertigt diese Ehrung noch zusätzlich.

Charles Menetrey hatte im Vorstand ausdrücklich gewünscht, dass für ihn keine Ehrung vorgenommen wird. Diesem Begehren wurde weitgehend Folge geleistet. Hanspeter Jenny, Ehrenpräsident aus Spiez und Hans Willi würdigten trotzdem in kurzen Ansprachen die Leistungen von Menetrey. Schliesslich hatte er seit 2002 einige sehr bewegte Momente als Verbandspräsident erlebt. In seine Amtsdauer fiel beispielsweise das 100-Jahr-Jubiläum des Verbandes mit allen Festivitäten, welche dem Präsidenten eine immense zusätzliche Belastung brachten, welche Menetrey aber mit Freude und Engagement anpackte. Er war ein Präsident, welcher immer den Kontakt zur Basis suchte und pflegte. Getreu diesem Grundsatz versicherte er denn auch, dass er dem Schiesswesen weiterhin erhalten bleiben wird.

Delegiertenschiessen im Schneegestöber

Es gehört zur Delegiertenversammlung des OSV, dass am Samstagvormittag ein kameradschaftliches Schiessen angeboten wird. Dies ist für die meisten Schützen der erste Schiessanlass einer neuen 300-Meter-Saison. Die Organisation der ganzen DV und des Schiessens oblag der Schützengesellschaft Reichenbach unter der Leitung von Hanspeter von Känel. Er und seine Helfer/innen haben diesen Anlass mustergültig und mit sichtlichem Stolz organisiert.

Obschon am Samstag zunehmendes Schneetreiben einsetzte, wurden von den 94 teilnehmenden Schützinnen und Schützen bereits ausgezeichnete Resultate geschossen. So konnte sich Stefan Gerber aus Spiez mit dem Punktemaximum von 40 Punkten als Tagessieger feiern lassen. Ebenfalls das Maximum-Resultat gelang dem Jungschützenchef, Peter Graber aus Unterbach. Die ganze Rangliste kann auf der Website des OSV angesehen werden. Marcel Marmet, Pressechef OSV

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Erstellt:
10.03.2010, 16:56 Uhr
Lesedauer: ca. 3min 10sec
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