Anne Speiser zur Grossratspräsidentin gewählt

Am Montag, 1. Juni, wurde Anne Speiser aus Zweisimmen in Bern zur Grossratspräsidentin gewählt. Für die 64-Jährige war es ein besonderer Moment, denn auch ein Teil ihrer Familie war bei der Wahl anwesend, was sie besonders freute.

Von Michael Schinnerling

Mit einem eindrucksvollen Resultat von 157 Stimmen hatte der Grosse Rat zu Beginn der neuen Legislatur Anne Speiser (SVP/Zweisimmen) zur Präsidentin gewählt. Damit hat sie für ein Jahr das Amt der «höchsten Bernerin» übernommen.

Mit einem eindrucksvollen Resultat von 157 Stimmen hatte der Grosse Rat zu Beginn der neuen Legislatur Anne Speiser (SVP/Zweisimmen) zur Präsidentin gewählt. Damit hat sie für ein Jahr das Amt der «höchsten Bernerin» übernommen.

© Michael Schinnerling

Mit dem Präsidialamt ist für die SVP-Politikerin klar, dass sie künftig nicht mehr aktiv an Debatten und Entscheidungen im Grossen Rat teilnehmen kann. «Es war eine Umstellung», sagte sie rückblickend.

Die direkte Beteiligung an politischen Diskussionen gehörte für sie normalerweise stark zur politischen Arbeit. Gleichzeitig ist ihr bewusst, dass das Präsidium eine andere Rolle mit sich bringt: mehr Leitung und Moderation statt inhaltlicher Einflussnahme: «Natürlich gab es Momente, in denen ich gerne selbst ans Mikrofon gegangen wäre. Aber das werde ich nach meinem Präsidialjahr wieder tun.» Ihre Wahl empfand Speiser als eine Art Dankeschön und genau diese Wertschätzung wolle sie weitergeben. «Das bedeutet vor allem, den vielen Menschen Danke zu sagen, die tagtäglich zum Funktionieren unseres Kantons beitragen», erklärte sie.

Dazu gehörten die Grossrätinnen und Grossräte, die im Milizsystem viel Zeit und Engagement investierten, ebenso wie Regierung, Parlamentsdienste und Staatskanzlei. Wertschätzung dürfe nicht von inhaltlicher Übereinstimmung abhängen, betonte sie. Nach aussen habe sie zeigen wollen, dass Politik vom Einsatz vieler Menschen lebe und dieses Engagement Respekt verdiene.

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Erstellt:
04.06.2026, 00:30 Uhr
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