Wiederholen sich die Zeiten der «gnädigen Herren»?

Nach dem Gerangel um den Erhalt des Spitals Zweisimmen und nun auch noch um die Schliessung der Geburtenabteilung wähnt man sich tatsächlich in die Zeiten des Ancien Régimes vor 1798 zurückversetzt. Generationen vor uns haben um mehr Freiheit gekämpft, um unser demokratisches System so weit zu bringen, dass das Volk, der Souverän, das letzte Wort hat. Von dem allem ist im Zusammenhang mit dem Drama Spital Zweisimmen nichts übrig geblieben. Wenn dabei ein Leserbriefschreiber von verscherbeln der direkten Demokratie schreibt, ist dies sicher am Platz!

Gerne würde ich mir von einem Mitglied unserer Kantonsregierung erklären lassen, wie es denn möglich sein kann, dass das dem Spital Thun um wesentliche Kilometer näher gelegene Spital Frutigen seine Geburtenabteilung behalten darf, was ich ihm von Herzen gönne, dies aber in Zweisimmen nicht möglich sein soll. Hier wird doch ganz eindeutig mit ungleichen Ellen gemessen!

Unsere Regierung hat hier leichtes Spiel: Sie kann die STS AG als Sündenbock vorschieben und diese wiederum brüstet sich damit, dass die Regierung das Vorgehen der STS AG als sachlich und glaubhaft bestätigt hat.

Was soll man da noch unternehmen? Wie die wackeren Spitalkämpferinnen nicht aufgeben oder resignieren? Eines ist sicher, gedenkt bei den nächsten Wahlen derer, die dieses Malaise verursacht haben und geht an die Urnen! Gottfried Aegler, Erlenbach

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Erstellt:
12.03.2015, 00:00 Uhr
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