EDU Oberland

Parolen zum 7.März 2010

Die EDU Oberland lehnt den Verfassungsartikel «Forschung am Menschen» und die Tierschutzanwalt-Initiative ab. Bei der Anpassung des Mindestumwandlungssatzes bei der Beruflichen Vorsorge wurde die Stimmfreigabe beschlossen.

Der Vorstand traf sich unter der Leitung des Präsidenten Niklaus Gafner in Erlenbach. Neben den ordentlichen Tagesgeschäften wurde auch die Parole zu der Eidgenössischen Abstimmungsvorlage vom 7. März gefasst. Ebenfalls waren die kommenden Grossratswahlen vom 28. März ein wichtiges Traktandum an diesem Abend.

Verfassungsartikel «Forschung am Menschen»

Die EDU ist der Meinung, dass dieser Verfassungsartikel eindeutig zu weit geht. Die Materialisierung des menschlichen Lebens durch die Forschung und unsere Gesellschaft ist eine logische Folge des darwinistischen Menschenbildes. Der entstandene, kleine Mensch darf nicht wie eine leblose Materie nach Lust und Laune gemäss den gerade vorherrschenden menschlichen Wünschen und Interessen manipuliert werden. Hier ist aus ethischen Gründen Einhalt zu gebieten, darum ein klares Nein der EDU an die möchte gern selber Gott spielende Pharma- und Forschungslobby.

Tierschutzanwalt-Initiative

Das revidierte Tierschutzgesetz verlangt schon heute die Verfolgung von Tierschutzdelikten von Amtes wegen als Offizialdelikt. Nach Einschätzung der EDU sind Tierschutzanwälte überflüssig und verursachen zusätzliche administrative Kosten. Darum lehnt die EDU diese Initiative ab.

Beruflichen Vorsorge: Anpassung des Mindestumwandlungssatzes

Nach einer lebhaft geführten Diskussion beschloss die EDU Oberland hier die Stimmfreigabe aus folgenden Gründen: In den vergangenen Jahren haben die Versicherungen und Pensionskassen gerade wegen den guten Zinsgeschäften grossen Gewinn erwirtschaftet. Den Versicherten haben sie jedoch immer nur den vereinbarten Satz angerechnet. Kaum gehen die Gewinne zurück, soll der Umwandlungssatz nach unten korrigiert werden. Der normale Bürger versteht die Welt nicht mehr. Auf der einen Seite unterstützt der Staat die Finanzinstitute tatkräftig, aber bei der beruflichen Altersvorsorge ergreift er keine Massnahmen, um den kleineren Renten den Besitzstand zu waren. Da sich die Börse bereits wieder erholt, wäre von der Pensionskassen-Lobby etwas Geduld gefragt. Eine Kürzung der Pension zum jetzigen Zeitpunkt ist unsozial und volkswirtschaftlich schädlich, da diese die Kaufkraft mindert. Uns ist bewusst, dass wegen der höheren Lebenserwartung bei gleichbleibender Beitragshöhe die Rente längerfristig nicht gesichert ist, aber kurzfristig besteht hier keinen Handlungsbedarf. In einigen Jahren könnte eine Anpassung des Mindestumwandlungssatzes als gangbare Lösung eine Option sein, da eine Erhöhung des Rentenalters politisch kaum realisierbar sein wird.

Grossratswahlen vom 28. März

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die EDU Oberland wird in Vorfeld zu den Grossratswahlen drei Vorträge organisieren, in Brienz im Gemeindehaus Dindlen werden am 25. Februar die Islamkenner Dr. phil. Heinz Gstrein und Daniel Zingg über den «Islam in Westeuropa» referieren. Die bekannte Fernsehfrau Eva Herman aus Deutschland hält einen Vortrag am 1. März im Gemeindesaal in Zweisimmen über «Der Kampf um die Gleichstellung der Geschlechter». Am 4. März ist sie im Lötschbergsaal in Spiez zu Gast und spricht zum Thema «Warum wir Familien retten müssen». Die EDU Oberland ist überzeugt den Oberländer Stimmbürgern interessante Vortragsabende anzubieten. EDU Oberland

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Erstellt:
18.02.2010, 08:02 Uhr
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