5.Polit-Treff der SVP in Därstetten: «Sich selber bleiben»!
Der 5.Polit-Treff der SVP wurde von den SVP-Sektionen Niedersimmental und dem SVP-Kreisverband Frutigen-Niedersimmental organisiert.
Andrea Geissbühler mit Hansruedi Wandfluh links und Adrian Amstutz rechts haben das Bänklein nach dem Einsatz verdient.
Auftakt mit Stammtischszene
Vor kurzem wurde in Därstetten eine neue Landi eröffnet. Mutige, junge Leute haben sich für einen Dorfladen eingesetzt. Sie liessen sich nicht von einem Grosskonzern einnehmen. Wie ihr sehen könnt: «Wir lassen uns nicht beherrschen». Mit diesen Worten eröffnete Präsident Thomas Knutti den interessanten Abend. Der Därstetter fährt fort: «Die Einführung der Bezirksreform läuft schon seit Anfang Jahr. Schon jetzt spricht der Regierungsrat von bis 5 Millionen Mehrkosten». Dabei wurde uns versprochen, es koste weniger, wenn wir dieser zustimmen.
Anschliessend moderierte Markus Josi aus Wimmis.
«Mit Diebesgut Leute verfolgen?» Mit dieser Aussage machte SVP-Nationalrat Hansruedi Wandfluh darauf aufmerksam, dass es noch schlimmer ist, sich vom Ausland beherrschen zu lassen. Der Frutiger wies ebenfalls auf die Bankkundengeschichten mit den Amerikanern hin.
Sich selber sein
Die junge SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler aus Herrenschwanden geht aufs Ganze: «Ich möchte lieber abgewählt werden, als mich anpassen und etwas versprechen, das ich dann schlussendlich nicht halten kann. Die Polizistin fährt fort: «Ich kann es sowieso nie allen recht machen.» «Bleibt euch selber treu» fordert sie die Besucher auf. Bei der Familieninitiative ist es der ehemaligen Kindergärtnerin und Reitpädagogin wichtig, dass die Eltern, welche ihre Kinder zuhause erziehen und betreuen, auch Steuerabzüge machen können. Das Angebot sollte nicht nur den Eltern gelten, die ihre Kinder in die Krippen und Tagesstätten bringen.
Aussagekräftige Bilder
SVP-Nationalrat Adrian Amstutz aus Sigriswil ergänzt: Evelyne Widmer-Schlumpf wollte, dass Grosseltern und alle, welche Kinder betreuen (ausser Eltern), eine Ausbildung machen müssen. Dies wurde im Nationalrat dann abgelehnt.
Trotz der Ernsthaftigkeit der anstehenden Probleme gab es in der Turnhalle viel zu lachen. Adrian Amstutz sparte nicht mit anschaulichen Bildern. Er wies darauf hin, dass der ländliche Raum oft nur als Erholungsgebiet wahrgenommen wird. «Müesse mer de d’Geisse uselaa, dass d’Wölf öppis zum Frässe hei»? fragt der Sigriswiler.
Überraschungsgast
Als Überraschungsgast traf Hermann Weyeneth ein. Die Anwesenden profitierten von seinen langjährigen Erfahrungen. Der Alt SVP-Nationalrat interviewte Albert Rösti (SVP) aus Uetendorf und Sylvain Astier (FDP) aus Moutier. Durch seine geschickten und gezielten Fragen konnten sich die Besucher ein optimales Bild von den beiden Regierungsratskandidaten machen. Die beiden Regierungsratkandidaten äusserten sich in Stichworten – so Albert Rösti: Steuern senken, weniger Abgaben, die Wirtschaft fördern um den Kanton zu stärken. Sylvain Astier: Die BKW braucht es, denn die Wirtschaft und die KMU’s und Bauern müssen billigen Strom beziehen können um leistungsfähig zu bleiben.
Geringe Stimmbeteiligung
Hermann Weyeneth gibt zu bedenken, dass die Stimmbeteiligung auf dem Land sehr schlecht ist. Manchmal sogar unter 20 Prozent. Das heisst: Alle Anwesenden sollten wählen gehen, denn nur so kann die SVP zulegen und gewinnen. Ein Thema war ebenfalls die Billag. Man bedenke, dass die Bürgerinnen und Bürger nur noch im eigenen Haushalt den Radio einstellen können. Bei Fahrten unterwegs oder im Betrieb müssten sie eine Zusatzabgabe leisten.
Speditiv und kurzweilig
Unter der Leitung von Andrea Geissbühler und Hermann Weyeneth stellten sich die GrossratskandidatInnen vor. Zur Auflockerung des Politprogramms spielte das Schwyzerörgeliquartett Arisgruess. Esther Matter
Hermann Weyeneth (Mitte) flankiert von Albert Rösti (links) und Sylvain Astier stellte den Regierungsratskandidaten gezielte Fragen.