33. Interkantonale Sommerakademie

Ein Ausklang mit Mendelssohn, Schumann und Applaus

Das Grande Finale der Sommer-Akademie Lenk fand am vergangenen Freitag in der reformierten Kirche Lenk statt. Werke von Schumann und Mendelssohn versprühten dynamisch-energische bis expressive Stimmungen, aber auch verträumte Momente bewegten das Konzertpublikum.

Hervorragendes Zusammenspiel von Violine und Klavier.

Hervorragendes Zusammenspiel von Violine und Klavier.

Zum Abschluss der 33. Internationalen Sommer-Akademie Lenk erschienen zum Galakonzert nicht nur die Studenten aus den Meisterkursen, sondern auch eine Vielzahl von Konzertgästen, die gemeinsam ein ganz besonderer Abend erwartete. «Ein Auftakt mit einer neuen künstlerischen und organisatorischen Leitung, der sehr gut gelungen ist» befand Albert Sommer – der Präsident der Stiftung Kulturförderung Lenk – in seiner Ansprache und bedankte sich bei allen Beteiligten nach zwei Wochen intensiver Arbeit mit den Studenten. Er richtete seinen Dank vor allem an alle Unterstützer und «Studenten, die so zahlreich an der Akademie teilgenommen haben.» Ebenso galt der Dank den Dozenten, die «unermüdlich das Talent junger Musiker fördern» sowie dem «stetig interessierten Publikum, das während der vergangenen zwei Wochen das breite Konzertangebot genossen hat.»

Hochstehende und beliebte Studentenkonzerte

Ein Genuss waren nicht nur die Dozentenkonzerte, sondern vielmals auch die Studentenkonzerte, die während der Sommer-Akademie allabendlich geboten wurden. Profitieren davon konnten beide Seiten – das Publikum, darunter viele private Unterstützer, konnte sehen, hören und staunen, von welch hochstehender Qualität und künstlerischem Talent die Meisterschüler in den Instrumenten Violine, Viola, Violoncello, Klavier und in der Kammermusik bereits geprägt sind. Die Studenten wiederum konnten ihr Können und das geschulte Repertoire vor einem begeisterten Publikum unter Beweis stellen – eine Symbiose, in welcher sich die Sommer-Akademie zu einem besonderen Lernort etablieren konnte. Als besonders intensiver Konzertabend wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ein Konzertmarathon mit durchgängigem Programm von 18 bis 24 Uhr geboten, der wie die gesamte Konzertorganisation sehr gut bei den Gästen ankam und durchwegs sehr gut besucht war. Adrian Oetiker – zusammen mit Adelina Oprean, neuer künstlerischer Leiter der Akademie – empfand dies als «berührenden Beweis der Treue und Begeisterung dieses besonderen Publikums, aber auch der hohen Qualität der Konzerte.»

Ein voller Erfolg vom Duett übers Trio bis zum Quartett

Den letzten Konzertabend eröffneten Anke Dill (Violine) und Adrian Cox (Klavier) mit der Sonate für Violine und Klavier in a-Moll op. 105 von Robert Schumann. Mit hervorragendem Zusammenspiel folgten die beiden Musiker der dunklen, aufgewühlten Bewegung, den ruhelosen Unterbrechungen und akzentuierten Spitzen, bis sie die Musik in lebhaft intensivem Gefühl enden liessen. Ähnlich energiegeladen wurde Mendelssohns Klaviertrio in c-Moll op. 66 von Nora Chastain (Violine), Troels Svane (Violoncello) und Masako Ohashi (Klavier) aufgeführt. Das viersätzige Werk präsentierte sich mit einem dramatisch-kraftvollen 1. Satz, worauf mit dem Andante ein sanfter Kontrast, danach ein leichtfüssiges Scherzo und zum Abschluss ein virtuoses Rondo folgten. Nach der Pause verführte Schumanns Klavierquartett Es-Dur op. 47 in vier Sätzen das Publikum mit schlichter Schönheit. Die Dozenten Nora Chastain (Violine), Silvia Simionescu (Viola), Troels Svane (Violoncello) und Homero Francesch (Klavier), gaben Einblick in ein Werk voller Leben und tiefsinnigen wie innigen Gedanken – ein gelungener und effektvoller Abschluss der 33. Ausgabe der Sommer-Akademie. Das Publikum war begeistert und belohnte die Leistung der Künstler mit minutenlangem Applaus: sicher auch in Vorfreude auf die Fortsetzung dieses hochstehenden Anlasses im kommenden Jahr, wenn vom 14. bis 27. August 2011 die 34. Sommer-Akademie Lenk stattfinden wird. LST/Nicole Schulze

Schumanns Klavierquartett par excellence.

Schumanns Klavierquartett par excellence.

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Erstellt:
01.09.2010, 22:29 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 37sec
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