Camerata Bern in der Schule

Vivaldis Concerto wie ein Fussballmatch

Den Lenker Kindergärteler und Primeler wurde Vivaldis Concerto verständlich gemacht. Mit dem Schlachtruf «Camerata Bärn wier hei di gärn» und stampfendem Applaus haben die Schüler das Streichorchester empfangen.

Das klassische Streichkonzert mit der Camerata Bern bekam ein Gesicht. Für einmal spielten die meisterhaften Künstler nur für die kleinen Zuhörer.

Das klassische Streichkonzert mit der Camerata Bern bekam ein Gesicht. Für einmal spielten die meisterhaften Künstler nur für die kleinen Zuhörer.

Bildung und Kultur ist Bestandteil der Kulturstrategie für den Kanton Bern und auch der neuen kantonalen Bildungsstrategie. Im Rahmen dieses Projektes der Erziehungsdirektion durften sich die Kindergärteler und die Primarschüler bis zur 6. Klasse der Volksschule Lenk als erste mit Vivaldis Concerto und dem Streichorchester Camerata Bern vertraut machen. Denn Bildung und Kultur bedeutet: die Schule öffnen für Kultur – die Kultur öffnen für die Schulen. Schulleiterin Rosmarie Allenbach freut sich:»Für die zwanzig Konzertauftritte der Camerata Bern haben sich über hundert Schulen interessiert. Wir sind stolz im Projekt Aufnahme gefunden zu haben und als erste das Streichorchester Camarate Bern empfangen zu dürfen.»

Beifall mit Laola-Welle

Die Spannung der Kinder war enorm, wurde doch schon einige Zeit im Unterricht über die klassische Musik wie über die instrumentalen Künstler gesprochen. Wie eine Reporterin verstand es Fränzi Frick die Kinder in den Bann zu ziehen. Kurzerhand versetzte Moderatorin Frick die Kinderschar nach Venedig zum barocken Violinisten und Komponisten Antonio Vivaldi (4. März 1678 bis 28. Juli 1741). Frick setzte die zwölf Musikerinnen und Musiker der Camerata Bern einer Fussballmannschaft gleich – mit Nathalie Vandroogenbroeck als ausländischen Stürmerstar. Käthi Steuri am Kontrabass wurde zur Torwartin, die Cellisten spielten in der Verteidigung und die Geiger markierten das Mittelfeld. Auch das Streichorchester bekannte sich der pädagogischen Rolle. Zu Vivaldis Concerto spielten sie musikalisch den Ball hin und her. Für die kleinen Zuhörer bekam die alte Melodie ein vorstellbares ja sogar ein sportliches Bild. Sie begannen richtig mitzufiebern. Moderatorin Fränzi Frick hatte ein leichtes Spiel. Der Schlachtruf «Camerata Bärn wier hei di gärn» war schnell erlernt und applaudiert wurde mit der berühmten Welle.

Von Künstlern begeistert

An der Schule Lenk wird viel gesungen und auch verschiedene Instrumente gespielt. Die Viertklässlerin Maya Bauer liebt klassische Musik: «Seit zwei Jahren spiele ich Klavier.

Das Zusammenspiel der Streicher hat mich fasziniert.» Drei Zweitklässlerinnen spielen Flöte, allen hat das klassische Streichkonzert sehr gefallen. Trotzdem hört Sara Müller gerne ihre CD mit Popmusik. Lisa Christeler gefällt die Musik, die Mama auch gerne hört.

Joy Schmid ist entzückt: «Mich haben die Musiker mit den ganz grossen Streichinstrumenten begeistert.» Fritz Leuzinger

Camerata Bern in der Schule Zweisimmen

Moderatorin Fränzi Frick, selbst Violistin und Musiklehrerin verstand es, die Kinder sportlich zur klassischen Musik abzuholen.

Moderatorin Fränzi Frick, selbst Violistin und Musiklehrerin verstand es, die Kinder sportlich zur klassischen Musik abzuholen.

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Erstellt:
18.03.2010, 08:41 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 09sec
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