Klänge für Herz und Gemüt an beiden Jodlerabenden in St. Stephan
Ein abwechslungsreiches Programm und Aufführungen von hoher Qualität machten die zwei Jodlerabende in St. Stephan zu einem vollen Erfolg.
Jodlerabend St. Stephan 2026
Über dem Waldrand ging die Sonne unter, der Himmel färbte sich gelb und orange, in der Mehrzweckhalle wurde es dämmrig. Die grossen Fenster reflektierten die St. Stäffner Jodler auf der Bühne, die in Halbmond-Formation wie im Sonnenuntergang standen und das Lied «Jodlerfründschaft» von Ueli Moor sangen: «We Niid u Hass die Wält regiert, bruchts öppis Schöes für Härz u Gmüet».
Attraktives Programm
Doch von vorne: Der Jodlerklub St. Stephan hatte am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, zum Jodlerabend eingeladen – wie es sich gehört mit Nachtessen, Barbetrieb und Tanz. Die Plätze für den Samstag waren schon länger ausverkauft. Das Zugpferd war das beliebte Toggenburger Heimetchörli Hemberg. Weitere attraktive Formationen am Samstag waren das Jodlerchörli «De Bärge nah», das Duett «Cindy & Corinne» und das Schwyzerörgeliquartett KREGAS.
Am Freitagabend hingegen war die Halle trotz des hochstehenden Programms nicht voll besetzt. Das Moderatorenduo, bestehend aus Präsident Benjamin Moor sowie Dirigent und Komponist Ueli Moor, führte gemütlich und locker durch die vielseitige Vorstellung von hoher Qualität. Gleich zu Beginn forderte Ueli Moor das Publikum dazu auf, die Musik mit allen Sinnen und voller Aufmerksamkeit zu erleben, nicht zu filmen und das Handy wegzulegen. Tatsächlich wurde dieser Bitte auch nachgekommen.
Unzählige Höhepunkte
Es folgte ein variiertes Programm mit fünf Formationen, nur unterbrochen von einer kurzen Pause. Jede Formation trug jeweils ein Stück vor, nicht zwei wie üblich, bevor die nächste die Bühne betrat. Dies sorgte für viel Abwechslung im grosszügigen, fast dreistündigen Konzert, das unzählige Höhepunkte bot. Die ausgezeichneten Darbietungen begeisterten das Publikum im Saal und sorgten abwechslungsweise für andächtige Ruhe, kräftigen Applaus und laute Bravorufe.
Eröffnet wurde das Konzert vom Trio Ueltschi-Wäfler-Zaugg, einer Formation, bestehend aus erfahrenen Musikern, die seit Januar 2025 zusammenspielen. Urs Ueltschi aus Erlenbach ist auch bekannt als Leiter der Schwyzerörgeli-Grossformation Simmental-Saanenland. Die warmen Klänge und rassigen Rhythmen sorgten unmittelbar für gute Laune und brachten das Tanzbein zum Zucken – darunter auch ein Foxtrott zu Ehren von Ueli Moor, der «Ueli Moor Fox».