Schwellenkorporation Zweisimmen
Bachverbauung der kleinen Simme in vollem Gange
Während fünf Wintern wird das Bachbett, die Badisperre und der Holzrechen der kleinen Simme neu verbaut. Jetzt sind die Arbeiten im zweiten Winter im Gange. Die Schwellenkatastergemeinde ist Bauherrin. Bund und Kanton werden 83 Prozent der Bausumme von 7,6 Mio. Franken vergüten und hat als Gegenpol die Oberaufsicht. Die Planung liegt bei der Firma Theiler Ingenieure AG in Zweisimmen sowie der Flussbau AG Bern. Die Bauarbeiten führen die Arbeitsgemeinschaft Implenia/Ghelma/Banholzer aus.
Bachverbauung der kleinen Simme in vollem Gange
Diese Reportage zeigt den Stand der Verbauungs-Arbeiten vom 21. Februar 2014.
Die zu verbauende Strecke beginnt beim Schnidrigswald (bei der Wegabzweigung zum alten Stockerhaus), bis hinunter zum Musikhaus. Baustart war am 10. Dezember 2012. Die jetzige, zweite Bauetappe mit den Abschnitten 2 und 3 hat am 1. Oktober 2013 begonnen und wird wiederum bis zur Schneeschmelze im April dieses Jahres dauern.
Bauprogramm wegen geplantem Bahnhof-Umbau geändert
Infolge des geplanten Bahn-Umbaus mit der vorgesehenen Umspuranlage wurde die unterste Etappe (Allmendbrücke/Musikhaus) zurückgestellt. Deshalb wurde im letzten Winter mit den Bauarbeiten im Gebiet des Kinderspielplatzes bis zum Marktplatz begonnen. Nun wird die Etappe 2+3 – Marktplatz flussaufwärts bis Höhe Vista Resort Hotel (Sport-Motel) – ausgeführt. Die dortige Bauetappe beginnt mit einer Blockrampe, dann folgt anschliessend ein Wasserkolk. Ca. 30 m oberhalb der Sagibrücke beginnt die Verengung auf das alte Sohlenbett und ist bei der Sagibrücke abgeschlossen. Von dort an kann der schmale Flusslauf nicht verbreitert werden. Darum muss die Sohle bis zu 1,4 m abgesenkt bzw. ausgehoben werden. Das Bachbett durchs Dorf wurde im Zeitalter der Gläubigkeit einer Natur-Bändigung zu schmal, zu steil und künstlich geschaffen. Wegen den nahe an den Fluss gebauten Häusern kann hier die kleine Simme nicht verbreitert werden. Im Dorf muss durch die Sohlen-Absenkung das bestehende Hartmauerwerk untemauert werden. Ab der Blockrampe flussaufwärts kann das Bachbett natürlich erweitert werden und zum Teil renaturieren. Damit wird eine langsamere Fliessgeschwindigkeit des Wassers erreicht.
Nächsten Winter werden die Arbeiten flussaufwärts Richtung Schwimmbad weitergeführt.
Josef Kopp