Interessengemeinschaft Ländlicher Raum
Personal gezielt um fünf Prozent reduzieren
Die Angebots- und Strukturüberprüfung 2014 (ASP 2014) des Kantons Bern erachtet die Interessengemeinschaft (IG) Ländlicher Raum als zu punktuell und zu einseitig auf Kosten des ländlichen Raums ausgerichtet. Sie schlägt stattdessen eine gezielte Absenkung von fünf Prozent auf dem Personalbestand vor, dem höchsten Aufwandposten des Kantons.
Mit der momentan diskutierten Sparrunde kann sich die IG Ländlicher Raum nicht anfreunden. Diese ist zu einseitig ausgerichtet und würde einzelne Bereiche an der Front, speziell im ländlichen Raum, zu stark in Mitleidenschaft ziehen. Erwähnt seien hier der (Berufs-)Bildungs- und der Gesundheitsbereich. Die Einsparung von rund 100 Millionen Franken im Gesundheitsbereich wäre ein Aderlass, der den Pflege- und Betreuungsbereich sowie die Infrastruktur unverhältnismässig in Mitleidenschaft ziehen würde.
Um verheerende Auswirkungen einseitiger Sparmassnahmen zu verhindern, fordert die IG eine Sparrunde in Form einer gezielten Absenkung von fünf Prozent auf dem Personalbestand, dem grössten Aufwandposten des Kantons Bern. Es kann nicht sein, dass die Regierung ein Sparen verordnet, sich selber beziehungsweise ihre Verwaltung faktisch davon aber komplett ausklammert. Gefordert wird zudem ein unternehmerisches Denken und Handeln, so etwa die Straffung von Aufgaben, eine überkantonal ausgerichtete Zusammenarbeit, insbesondere im Hochschulbereich; damit soll einer weiteren Aufblähung der Erziehungsdirektion entgegengewirkt werden.