Fakten Rückbau Simmewehr

Von Matthias Kurt

Wir Stromkonsumenten entrichten gesetzlich gebunden 0,1 Rappen pro Kilowattstunde für die ökologische Verbesserung, insbesondere bessere Fischgängigkeit, von Einrichtungen der Wasserkraftbetreiber. Diese können ihre Projekte dem Bundesamt für Umwelt BAFU vorlegen, das dann über die Zustimmung entscheidet.

Die BKW ist Besitzerin des Simmewehrs in der Porte Wimmis. Bereits 2022 hat die BKW dem BAFU das Projekt Rückbau Simmewehr mit Kosten von 55 Millionen Franken vorgelegt. Mit diesem Projekt wird die Fischgängigkeit der Simme um 6km verlängert und bietet Seeforellen aus dem Thunersee eine grosse Chance, Laichplätze zu erweitern.

Dabei würde die Stromproduktionsleistung vom Simmewehr nur um 5% verkleinert, von heute ca 90 Gigawattstunden auf ca 85,5 Gigawattstunden. Das BAFU hat das Projekt damals zurückgestellt. Im Rahmen des Grimsel-Dialogs für das neue Trift-Pumpspeicherbecken wurde nun ein vielversprechender Deal ausgehandelt. Die KWO beteiligt sich mit 6,5 Mio. Franken am 55 Mio. Franken Projekt der BKW. Eine gute Sache für den für unser Klima so wichtigen Wechsel auf erneuerbare Energie und für das Simmental.

Nationalrat Thomas Knutti stellt sich mit Hellebarde vehement gegen das gute Projekt. Er blendet aus, dass die Stromproduktion beim Simmewehr durch den Rückbau praktisch gleichbleibt. Lastwagenchauffeur Thomas Knutti dient aber als Interessenvertreter der Erdölindustrie, um das so wichtige Projekt Trift zu verzögern und zu verhindern. Dieses billige, verlogene Politspiel gilt es mit der Kenntnis der Fakten zu bremsen. , Zweisimmen

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Erstellt:
02.04.2026, 00:00 Uhr
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