Bergbahnen setzen auf sichere Qualität statt auf ausgedehnten Frühstart

Wintersportgebiet Gstaad Mountain Rides nimmt weitere Anlagen in Betrieb

Im Schneesportgebiet Gstaad Mountain Rides öffnen am Samstag, 14. Dezember, weitere Anlagen: Der Sektor West mit den Bahnen Gstaad-Eggli, Rübeldorf-Vorderes Eggli, Chalberhöni bis und mit der Gondelbahn Rougemont-La Videmanette nimmt den Betrieb auf. Die Sesselbahn Wasserngrat, die Skilifte Rütti und Zückerli an der Wispile, Gstaad, sowie die Skilifte Lauenen und Gsteig stehen dann ebenfalls zur Verfügung.

Eine Woche später, am Samstag, 21. Dezember, können sich die Gäste – gute Wetterbedingungen vorausgesetzt – auch auf Pistenvergnügen rund um den Rinderberg, Zweisimmen, Lengebrand-Parwengesattel, an der gesamten Wispile, Gstaad, am Rellerli, Schönried und auf La Braye, Château-d’Oex, freuen. Auch die Sesselbahn Ried-Lengebrand, St. Stephan ist dann offen.

Kritik an später Betriebsöffnung

Kritik, dass die Anlagen am Rinderberg zu spät in Betrieb genommen würden, begegnet Armon Cantieni, Direktor der Bergbahnen Destination Gstaad AG, mit Verständnis und erläuternden Worten: Von 200 Meter unterhalb der Mittelstation Rinderberg bis zirka 600 Meter oberhalb der Mittelstation Rinderberg konnte nur sehr wenig künstlicher Schnee produziert werden. Grund dafür waren Inversionswetterlagen mit zu warmen Temperaturen und Nebel. Im oberen und unteren Bereich des Rinderbergs lieferten die Beschneiungsanlagen zwar eine ausreichende Grundlage, um eine gute Piste zu präparieren, im mittleren Bereich reicht die aktuelle Schneemenge jedoch nur aus, um eine Trasse von maximal einer Pistenmaschinen-Breite zu spuren. Zudem ist dieser Schnee qualitativ noch nicht optimal.

Verträge blockieren Schneeproduktion

Es wurde geprüft, bei der Talstation Rinderberg Depot zu schneien und den Schnee dann zu verschieben. «Dies ist aus zwei Gründen kaum durchführbar: Im Bereich der Talstation, wo es kalt genug zum Schneien wäre, dürfen wir vertraglich bedingt aus Lärmschutzgründen keine Propellermaschinen einsetzten. Zudem müsste der Depotschnee dann mit Lastwagen und per Heli verteilt werden, was aus Kostengründen nicht in Frage kommt», erklärt Armon Cantieni.

Entscheidung für nachhaltige Qualität

«In diesen Tagen können wir nur mit äusserster Vorsicht die Piste am Rinderberg bearbeiten, weil in einem Abschnitt von zirka 800 Metern die Schneedecke zu dünn ist», betont er. Würde die BDG AG die Gäste auf die Piste lassen, bevor sich der Schnee gefestigt hat, wäre – ohne zusätzlichen Schnee – kurze Zeit später definitiv Schluss. «Wir haben uns also entschieden, erst ab dem 21. Dezember zu öffnen und dann eine qualitativ gute Piste bereitzustellen, statt jetzt etwas zu basteln, was uns das Weihnachtsgeschäft vermiesen könnte», wirbt Armon Cantieni um Verständnis bei der Zweisimmener Bevölkerung.

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Erstellt:
13.12.2013, 13:33 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 03sec
Kommentare
Fred Farni 14.12.201309:13 Uhr

Komisch das Hr. Cantieni schon vor Monaten wusste das der Rinderberg erst am 21.12 eröffnet wird. Wie immer eine ehrliche Antwort wird man von diesen Leuten nie bekommen.