Postulat von Nationalrat Erich von Siebenthal
Hohe Wildbestände führen zu Wildschäden am Wald
Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht aufzuzeigen, wie sich die gemäss Eidg. Jagdstatistik hohen und teilweise steigenden Wildbestände (insbesondere Rehwild und Rothirsch) auf die Situation der Wildschäden am Wald auswirken und darzulegen, ob die ergriffenen Massnahmen ausreichen, um die gemäss Art. 27 WaG geforderte natürliche Verjüngung mit standortgerechten Baumarten ohne Schutzmassnahmen zu gewährleisten.
Begründung: Gemäss Eidg. Jagdstatistik ist der Bestand des Rehwilds auf hohem Niveau konstant und jener des Rothirsches kontinuierlich steigend, trotz zunehmendem Abschuss. Es gibt Hinweise, dass die Wildschäden am Wald in verschiedenen Regionen zunehmen.
Dadurch werden wichtige Waldleistungen wie der Schutz vor Naturgefahren und die Biodiversität gefährdet, insbesondere wenn die natürliche Verjüngung von standortgerechten Baumarten wie der Weisstanne und Eiche nicht mehr möglich ist und die Vorgabe gemäss Art. 27 WaG verletzt wird.
Es fehlt eine Übersicht über das Ausmass der Wildschäden am Wald. Es stellt sich auch die Frage, ob die erforderlichen Massnahmen konsequent umgesetzt werden und ob allenfalls weitere Massnahmen zu prüfen sind. Erich von Siebenthal