BDG

Da werden Saisonkarten verkauft und nach dem Verkauf die schon lange geplanten Teilschliessungen bekannt gegeben. Für mich ist dieses Vorgehen unlauter, wenn nicht gar betrügerisch. Diesem gingen aber schon viele andere, äusserst fragwürdige Entscheide voraus. Hier ein paar Beispiele:

Neubau der Verbindungsbahn Parwengen–Saanerslochgrat ohne Beschneiung. Neubau der Bahn Lengenbrand–Parwengen ohne Beschneiung. In der Folge mussten diese Pisten auch schon mangels Schnee für längere Zeit geschlossen bleiben.

Bau einer neuen Piste Ostgrat–Richtung Ritz mit Beschneiung, in eine unbeschneite Piste führend, dafür in einem Lawinenhang liegend. Inzwischen zerstörte eine Lawine diese Anlagen.

Eine sinnvolle Planung hätte diese Bahnen von Anfang an mit einer Beschneiungsanlage bis ins Tal ausgerüstet und die uralte Zubringerbahn Ried–Lengenbrand erneuert. Die Parkplätze kann man mit wenig Aufwand deutlich vergrössern und verbessern und damit das Parkproblem der BDG entschärfen. Damit würde ein sehr attraktiver Einstieg entstehen, der noch attraktiver würde, wenn die Abos auch an der Lenk (und natürlich umgekehrt) gültig wären.

Eine Bemerkung zum gesamten Skigebiet der BDG. Meiner Meinung nach müsste sich dieses auf drei Gebiete beschränken, nämlich:

Ostseite mit Einstiegen und beschneiten Talabfahrten St. Stephan, Zweisimmen, Saanenmöser und Schönried. Westseite mit Einstiegen und beschneiten Talabfahrten Gstaad (Eggli), Saanen, Chalberhöni und Rougemont. Glacier 3000.

Zudem ist ein Verbund mit anderen Skigebieten (Alpes Vaudoises, Jungfrauregion, Lenk) ohne oder nur mit ganz bescheidenem Aufpreis zwingend. Etwas mehr Werbung – idealerweise für das gesamte Berner Oberland – wäre auch nicht schädlich. Die Konkurrenz ist nicht Adelboden oder Grindelwald, die Konkurrenz ist Österreich oder Frankreich! Werner M. Knup, Binningen

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Erstellt:
19.12.2013, 00:00 Uhr
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