Gstaader Bergbahnen: Von Visionen zu Fiesionen

Als leidenschaftlicher Skifahrer und auch fleissiger Benutzer der Sesselbahn Ried–Lengenbrand besuchte ich am 4. Dezember 2013 die Informationsveranstaltung über die Bergbahnlandschaft Gstaad Saanenland.

In diesem Titel ist das Wort Information enthalten. Leider wurde dem Zuhörer eine übertriebene «Vision» vorgestellt, welche der Geschichte gleich kommt vom Burschen, welcher mit dem letzten «Fünfliber» ein Portemonnaie kauft. In der Diskussionsrunde wurde auf die Frage von Manfred Lempen nicht geantwortet: Wie viel die Einsparung des beschränkten Betriebes der Sesselbahn Ried–Lengenbrand bringe? Stattdessen gab es eine «Reproche», nur eigene Interessen zu haben.

Drehen wir den Spiess mal um und Sie lieber Herr Kernen aus Schönried, müssten Ihren Hotelgästen mitteilen, per sofort nur noch via Zweisimmen ins Skigebiet zu gelangen. Hätten Sie in diesem Fall nicht auch eigene Interessen?

Ich hätte von dieser Information klare Zahlen erwartet. So wäre zum Beispiel ein Vergleich der einzelnen Sektionen interessant gewesen. Wie viel Geld wurde in den letzten Jahren in die einzelnen Sektionen investiert (Bahn/ Beschneiung usw.). Wie viele Frequenzen sind erzielt worden usw.

Ich bin überzeugt, dass in einem solchen Vergleich die Sektion Ried–Lengenbrand gar nicht so schlecht abgeschnitten hätte.

Der Spruch des Abends lautete: «Sparen ja, aber nicht bei uns». Meine Aussage wäre eher: «Sparen ja, aber mit der nötigen Transparenz»!

Leider ist es nicht das erste Mal, dass in unserer Gemeinde eine Art Kultur kaputt gemacht wird. Denn in Zukunft muss sich in St. Stephan jeder einzelne entscheiden, ob er nach Zweisimmen, Gstaad oder Lenk-Adelboden Skifahren gehen will, oder ob er sich ein paar Tourenskis kauft. Roland Zumbrunnen St. Stephan

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Erstellt:
12.12.2013, 00:00 Uhr
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