Kommentar zum Bericht der SZ über BDG
Die Simmentalzeitung kritisiert (in der letzten Ausgabe) – nicht zum ersten Mal – die Verantwortlichen der BDG. Diese hätten kein Konzept und würden einfach so Lifte schliessen.
Meine Frage: Wenn Ihnen das Geld ausgeht und allen Beteiligten völlig klar ist, dass es seit Jahren unrentable Anlagen gibt, wollen Sie dann wirklich noch weiter konzeptionieren?
Wollen Sie, statt endlich zu sparen, mit diesen Liften, die nur von ganz wenigen Leuten benutzt werden, das (Steuer-)Geld weiterhin mit beiden Händen zum Fenster hinaus zu werfen?
Die Anlagen der BDG müssen dringend erneuert werden. Während andere Destinationen seit Jahren innovative Investitionen tätigen können, blieb es hier beim guten Willen, weil jeder Einzelne seinen «Privatskilift» erhalten will. So werden die BDG und mit ihnen das ganze Tourismusgebiet einen Riesenschaden erleiden, der mindestens zehn Jahre negativ nachhallen wird. Arbeitsplätze werden verloren gehen, Steuergelder und Vermögen werden vernichtet.
Als Unternehmer und treuer Gast des Obersimmentals und des Saanenlandes kann ich nicht verstehen, wie hier Menschen sehenden Auges ins Unglück rennen wollen. Sollten die Investitionen der BDG den erwarteten Erfolg bringen – wovon auszugehen ist – werden vielleicht auch Extrawürste in Zukunft wieder bezahlbar werden. Mit dem sturen Festhalten am Althergebrachten jedoch wird alles die Simme runter schwimmen. Die Konkurrenz in Österreich, im Wallis und in Graubünden wird sich darüber freuen. Dr. Hansjörg Schenker,
Zollikofen/Zweisimmen