Spitalstandortinitiative

Als Bürger und Steuerzahler der Gemeinde Erlenbach möchte ich mich bei der IG-Spitalversorgung und speziell bei Grossrat Thomas Knutti SVP bedanken für den kämpferischen und proaktiven Einsatz für die Förderung und Erhaltung des Spitals Zweisimmen. Nach jahrelangem Hin und Her, durch den unsicheren STS-Verwaltungsrat, gespickt mit Spähexperten unserer Kantonsregierung, lichtet sich endlich der Nebel über dem Simmental. Mit dem Spitalversorgungsgesetz wurde eine nützliche und im Spitalverbund praktische Lösung für die Randbevölkerung erarbeitet. Zum Leserbrief von Grossrat Hansjörg Pfister vom 18. Juli, notabene Mitglied und Erbauer der IG-Spitalversorgung, bin ich mir nicht mehr sicher, dass der Standort Zweisimmen in Zukunft mitgetragen wird. Mit dem Kurswechsel und orientierungslosen Argumenten bekämpft Grossrat Pfister die Spitalstandortinitiative. Hier ein paar Wortgefechte und Widersprüche vom FDP- Politiker Pfister: «Der Kanton Bern hat die finanzielle Kraft nicht, um sämtliche Spitäler im ländlichen Raum, die ausserhalb der 50 Kilometer Regelung fallen, zu unterstützen». Oder: «Dies hätte zur Folge, dass andernorts rigoros gekürzt werden müsste, Spitex, Behindertenorganisationen, Altersversorgung, Bildungsbereich usw». So seine Meinung und Angstmacherei, wenn die Spitalstandortinitiative zustande kommt und bei der Abstimmung durch das Berner Volk gutgeheissen wird.

Um ländliche Spitäler zu retten, Herr Pfister, gibt es andere Bereiche und heilige Einrichtungen im Kanton Bern, wo man sparen könnte und tunlichst regulieren müsste! Hier einige Beispiele, warum das Berner Land in der Dauerkrise erstarrt. Der baumelnde Berner Bär erhält jedes Jahr ca.1 Milliarde Franken vom schweizerischen Finanzausgleich in die Kasse gespült. Die Ausgaben häuften sich von 2003 mit ca. 8 Milliarden Franken, auf ca. 10 Milliarden im Jahr 2013, nach griechischem Vorbild. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion unter Führung von Regierungsrat Perrenoud SP, belegt den hervorragenden vierten Rang schweizweit in der Statistik Sozialquote, mit 5 Prozent der ständigen Bevölkerung auf Kantonsebene. Ausgaben jährlich für den Berner Steuerzahler ca. 500 Millionen Franken für Sozialhilfe, mit 24 Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt (Tendenz steigend). Die Immigrantenstadt Biel belegt den Spitzenwert im eidgenössischen Vergleich. Psychiatrie, eine neue Volkskrankheit, ca. 50 Millionen jährlich und 29 Prozent über dem nationalen Durchschnitt. Prämienverbilligung Krankenkassen im Jahr 290 Millionen Franken. Die Kosten im Migrationsamt (Asylbereich), ist man zurzeit nicht in der Lage, dem Bund die geforderten Daten und Auswertungen zu liefern (stand 2013) nach Bericht der kantonalen Finanzkontrolle. Die Stallungen im Sozialamt werden im Kanton stetig ausgebaut und mit gezielter Besänftigungspolitik, in einen Schwebezustand gebracht. So wird in Bern politisiert, unter der Personaldecke der Linken und gütiger Mithilfe der sogenannten bürgerlichen Mitläufer. Willkommen im Raubzug der Berner Verwaltung, die auf Kosten der Landspitäler und periphere Regionen eingespart wird. Aus diesen Gründen kann ich mit gutem Gewissen die Spitalstandortinitiative unterstützen, damit die Gesundheitsversorgung gesetzlich und angemessen für Stadt und Land gesichert bleibt, die diesen Namen verdient hat. Thomas Klossner, Latterbach

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Erstellt:
15.08.2013, 00:00 Uhr
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