Nichts neues unter der Sonne – schon im Winter 1986 betrieb die damalige ebenfalls Rot-Grüne Regierungsmehrheit einen eingeschränkten Winterdienst in den Rand- und Bergregionen. Damals gab es keine Motorfahrzeugsteuer-Reduktion, noch eine Unternehmersteuerreform. Es war laute Willkür (siehe Berner Oberländer Nr. 305 vom 31. Dezember). Allerdings war man damals etwas ehrlicher: Warntafeln machten die Strassenbenützer darauf aufmerksam. Journalist Roland Grandjean scheute sich damals nicht, heftige Kritik kundzutun. Die Reaktion blieb nicht aus, klangheimlich wurde dann der eingeschränkte Winterdienst wieder aufgehoben. Und später die Rot-Grüne Mehrheit im Regierungsrat abgewählt. Es ist bedauerlich, dass solche Kreise, die sich immer wieder für die Schwachen in der Gesellschaft stark machen wollen, in der Praxis das Gegenteil machen. Statt die Rand- und Berggebiete zu fördern, betreiben weite Kreise von Rot/Grün einen Abbau. Wohl gibt es dort auch einige Persönlichkeiten, welche daran keine Freude haben, diese sind jedoch in der Minderheit. Ein «Kanton Oberland» mit Thun wäre sicher lebensfähig, so gut, wie der Kanton Jura. Es gäbe sicher ein Motivationsschub und eine Aufbruchstimmung. Es ist sehr bemühend, dass sich die Rand- und Berggebiete immer wieder zur Wehr setzen müssen für den Erhalt von Spitälern, Arbeitsplätzen, Ambulanzen und sicheren Verkehrswegen. Hermann Scheibenmehr...