Leserbriefe

02.01.1980

Wiederholen sich die Zeiten der «gnädigen Herren»?

Nach dem Gerangel um den Erhalt des Spitals Zweisimmen und nun auch noch um die Schliessung der Geburtenabteilung wähnt man sich tatsächlich in die Zeiten des Ancien Régimes vor 1798 zurückversetzt. Generationen vor uns haben um mehr Freiheit gekämpft, um unser demokratisches System so weit zu bringen, dass das Volk, der Souverän, das letzte Wort hat. Von dem allem ist im Zusammenhang mit dem Drama Spital Zweisimmen nichts übrig geblieben. Wenn dabei ein Leserbriefschreiber von verscherbeln der direkten Demokratie schreibt, ist dies sicher am Platz!mehr...

Leserbriefe

02.01.1980

Zum Brief des Regierungsrates in der letzten SZ

Mich wundert der Streit um die Versorgung in der Geburtshilfe bei zwei bis drei Geburten pro Woche. Die Versorgung durch hochqualifiziertes Fachpersonal kann bei derart niedriger Frequenz nicht optimal sein. So viele Personen, die für eine 24-Stundenversorgung gebraucht würden, müssten den grössten Teil der Arbeitszeit untätig herumsitzen oder fachfremde, minderqualifizierte Arbeit leisten. Es wird so getan, als gäbe es nur die Strasse als Transportweg. Hier gibt es eine Helikopterstation, die für Sportunfälle ständig bereit steht. Dieses Transportmittel könnte doch für werdende Mütter nach Thun benutzt werden, wo rund um die Uhr medizinisches Fachpersonal zur Verfügung steht. So jedenfalls Frau Egger Jenzer in ihrem Brief. Ich bin sehr gern in Zweisimmen und nehme, soweit das bei nicht ständiger Anwesenheit möglich ist, interessiert am Gemeindeleben teil. Die SIMMENTAL ZEITUNG ist mir dabei sehr hilfreich. Danke. Heinrich Barthel, Zweisimmenmehr...

Leserbriefe

02.01.1980

Die Schliessung der Geburtenabteilung in Zweisimmen geht uns alle an

Ich bin sehr enttäuscht über den Bescheid der uns SimmentalerInnen und SaanenländerInnen Frau Egger Jenzer und Herr Perrenoud am 26. Februar, in Zweisimmen überbrachten. Dass die zwei Regierungsratsmitglieder nach Zweisimmen kamen, liess mich hoffen, dass es eine positive Antwort gäbe. Aber dem war nicht so. Nicht einmal ein Moratorium, noch einen Vorschlag, dass wenn die Gemeinden das Defizit für die Geburtenabteilung in Zweisimmen übernehmen würden, diese offen bliebe, hatten die beiden Mitglieder des Regierungsrates im Gepäck. «In Frutigen funktioniert dies, aber hier soll? / darf? es nicht sein». Man hat keine andere Antwort gefunden und das in einem der reichsten Länder der Erde…mehr...