Breitensportlager «fun and run» an der Lenk 2012

Erflolgreicher Lagerstart

Run and Fun an der Lenk

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Zum abschliessenden Gruppenfoto lacht sogar die Sonne.
Zum abschliessenden Gruppenfoto lacht sogar die Sonne.
Initiator und Hauptleiter Ruedi Brunner
Initiator und Hauptleiter Ruedi Brunner
Geschicklichkeit war auch gefragt.
Geschicklichkeit war auch gefragt.
Die Karateamateure geben alles.
Die Karateamateure geben alles.
Karategruppe mit Leiter Bruno Trachsel
Karategruppe mit Leiter Bruno Trachsel
Wegen kaltnassem Wetter fanden auch Leichtathletikübungen in der Halle statt.
Wegen kaltnassem Wetter fanden auch Leichtathletikübungen in der Halle statt.

Der Thuner Laufverein fun an run führte letzte Woche das erste öffentliche Breitensportlager im KUSPO an der Lenk durch. Während die bisherigen Lager den Mitgliedern vorbehalten waren, konnten sich dieses Jahr alle sportbegeisterten Jugendlichen und Kinder anmelden. So waren unter den rund 50 Teilnehmenden dann auch Sportlerinnen und Sportler von sechs verschiedenen Vereinen aus dem Berner Oberland und sogar aus dem Luzernischen.

Die Jungen und Mädchen zwischen sieben und 20 Jahren wurden von neun Trainerinnen und Trainern begleitet. Diese boten dann auch in vier Hauptsportarten täglich mindestens zwei zweistündige Trainings- und Spieleinheiten an. Die Teilnehmenden konnte unter Leichtathletik, Karate, Schwimmen und Ballsport wählen. Ganz wichtig war den Organisatoren aber, dass die Jugendlichen die Gelegenheit hatten und auch wahrnahmen, die Woche ganz unterschiedlich zu gestalten und so auch in Sportarten Einblick fanden, die sonst nicht auf ihrem Trainingsplan stehen.

Durch die unterschiedlichste Herkunft der Teilnehmenden entstanden im Verlauf der Woche auch manch neue Freundschaft. Denn auch das Gesellige kam während den fünf Tagen nicht zu kurz. So standen am Abend eine Vielzahl von Karten- und Brettspielen zur Verfügung. Oft ging es dann auch hoch zu und her. Die Woche war ein voller Erfolg (siehe auch das Interview mit Ruedi Brunner) und verlief ohne Zwischenfälle oder gravierende Verletzungen. Da es für einige das erste Lager fern von zu Hause war, gab es die eine oder andere Heimwehträne. In den meisten Fällen wurden diese Kinder aber von der Gemeinschaft aufgefangen und schon bald ging wieder ein Lachen über das Gesicht.

Ein solches Lager braucht einiges an Vorbereitung und bedeutet für die Organisatoren ein hohes finanzielles Risiko. Die Durchführung war dann auch nur dank Sponsoring von namhaften Firmen aus dem Wirtschaftsraum Thun möglich. So konnten auch die Beiträge der Familien der Teilnehmenden tief gehalten werden und niemand musste aus finanziellen Gründen auf eine Teilnahme verzichten.

Nicht nur den Jugendlichen und den Betreuern sondern auch den Organisatoren von fun and run wird die Woche in guter Erinnerung bleiben. Es laufen bereits erste Vorbereitungen für die zweite Ausgabe des Lagers 2013 mit einer höheren Teilnehmendenzahl. Bei rund 200 Jugendlichen ist für die Organisatoren dann aber die Grenze erreicht.

Interview mit dem Initiator und Cheftrainer von fun and run

Ruedi Brunner, sind Sie mit dem Lager 2012 zufrieden?

Sehr! Die Anzahl der Teilnehmenden erlaubte einen ersten Test, den ich als sehr gelungen taxieren kann. Das Angebot stiess auf grosses Interesse und auch ohne breites Marketing nahmen Jugendliche teil, die (noch) nicht mit einem der beteiligten Vereine verbunden waren. Die Trainer und Trainerinnen boten ein breites Spektrum an Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, so dass für alle etwas dabei war. Wichtig ist natürlich auch, dass es keine gravierenden Verletzungen gab.

Wie kam das Lager an der Lenk überhaupt zu Stande?

Nach 19 Jahren in Tenero, wurden wir dort dieses Jahr leider kurzfristig «ausgeladen», da ein grösserer Verband die ganze Anlage benötigte. Ich hatte schon länger mit dem KUSPO geliebäugelt und so kam es dieses Jahr erstmals zur Zusammenarbeit.

Aber wieso nun ein für alle offenes Breitensportlager?

Wir nahmen die Gelegenheit der Veränderung wahr und öffneten gleichzeitig die Teilnahme für alle. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit, konnten wir einzig mit Flyern, die wir unter anderem an Schulen der Region verteilten, sowie mit Hinweisen auf unserer Homepage auf die Veranstaltung aufmerksam machen. In einer Zeit, in der viele unter Bewegungsmangel und einseitiger (Leistungs-)Belastung leiden, war es uns wichtig, dass wir eine breite Palette von Sportmöglichkeiten anbieten konnten. Wir haben die Jugendlichen auch aktiv ermutigt, einmal etwas Neues auszuprobieren und nicht wenige versuchten sich erstmals im Leben in Karate.

Welche Vereine waren an der Organisation beteiligt?

Nebst unserem initiierenden Verein fun and run geleitet durch Irène Köppel, beteiligte sich das Thuner Karate-Do Kenseikan mit Bruno Trachsel sowie das Laufteam Niesen aus Frutigen mit Martin Wenger. Michelle Maurer als Schwimminstruktorin sowie Andreas Kübli, der für den Ballsport verantwortlich war, unterstützten uns während der Woche vor Ort. An dieser Stelle geht ein grosser Dank an alle Betreuerinnen und Betreuer, die für dieses Lager eine Ferienwoche opferten – auch wenn sie mir alle versicherten, dass es sich keineswegs um ein Opfer handelte.

Und wie geht es weiter?

Da diese Woche auch sonst einige Lager stattfanden, mussten einige fun and run Mitglieder leider auf eine Teilnahme verzichten, meldeten aber bereits ihr Interesse für eine nächste Durchführung an. Diesem Bedürfnis wollen wir gerne nachkommen und sind in der Planung für die nächsten Veranstaltungen. Bereits sicher ist, dass wir in den Herbstferien 2012 eine weitere Woche in ähnlichem Rahmen an der Lenk anbieten werden. Für das Frühjahr 2013 wollen wir früher mit der Kommunikation beginnen und die Teilnehmerzahl auf maximal 200 Kinder und Jugendliche erhöhen. Wir könnten uns auch gut vorstellen, bei genügendem Interesse natürlich, bis drei Lager pro Jahr durchzuführen.

Claudia Kübli

Run and Fun an der Lenk

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Zum abschliessenden Gruppenfoto lacht sogar die Sonne.
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Initiator und Hauptleiter Ruedi Brunner
Initiator und Hauptleiter Ruedi Brunner
Geschicklichkeit war auch gefragt.
Geschicklichkeit war auch gefragt.
Die Karateamateure geben alles.
Die Karateamateure geben alles.
Karategruppe mit Leiter Bruno Trachsel
Karategruppe mit Leiter Bruno Trachsel
Wegen kaltnassem Wetter fanden auch Leichtathletikübungen in der Halle statt.
Wegen kaltnassem Wetter fanden auch Leichtathletikübungen in der Halle statt.

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Erstellt:
23.04.2012, 11:31 Uhr
Lesedauer: ca. 3min 33sec
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