Nach acht Monaten Umbauzeit wurde das Wallbach Bad in Lenk am Samstag, dem 17. Dezember neu eröffnet. Es locken ein Wellnesspark mit drei Saunen, ein Aussen-Sprudelbad und die neue 80 Meter lange Wasserrutschbahn.
Neues Hallenbad in Lenk ist eröffnet
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Vor allem bei Schneetreiben lockt das Aussenbecken mit warmem, 34-Grad-Wasser.
Aber auch im Sommer wird die Anlage für Wellness sorgen.
Die neue Saunalandschaft bietet auch einen Blick auf die Bergkulisse.
Das alte Becken ist für Schwimmer geblieben.
Auch die Sprungtürme bleiben erhalten.
Das Kinderbecken wurde modernisiert.
Die Munichrine bietet viel Action für Gross und Klein.
Mit Licht und Ton-Effekten wird die Rutschpartie belgeitet.
Sich kurz in den Schnee zu legen ist ein grosser Reiz. Die Bademeister finden das jedoch nicht gut, da die Rasenfläche noch nicht begrünt ist und bei wenig Schnee eine Verunreinigung des Beckens mit Erde droht.
Mit der Neueröffnung des Hallenbades am vergangenen Samstag wurde die achtmonatige Bauphase abgeschlossen. Einheimischen sowie auch Gästen wird jetzt an der Lenk eine attraktive und vielseitige Bäderanlage geboten. Der Wunsch nach einem neuen Bad war an der Lenk schon länger vorhanden. Technische Probleme im alten Hallenbad und der Rückgang der Badegäste wurden zunehmend zu einer Herausforderung. Bereits um das Jahr 2005 wurde erstmals an der Gemeindeversammlung ein Kredit für eine neue Heizung gesprochen. Auf die Investition wurde jedoch später verzichtet, da trotz der hohen Kosten keine zusätzlichen Badegäste zu erwarten waren. Der gesamte Grundriss des Bades war einfach nicht mehr zeitgemäss. Anfang 2007 gründeten die Gemeinde Lenk und Lenk-Simmental Tourismus eine Arbeitsgruppe und das Projekt «Neubau Hallenbad» begann. An der Mai-Gemeindeversammlung 2008 wurde das Hallenbad von der Gemeinde Lenk übernommen und ein Projektierungskredit gesprochen.
Kurze, unfallfreie Bauzeit
Ab 2010 nahm das Projekt Fahrt auf und die Umsetzung rückte näher. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 21. September wurde der Baukredit gesprochen. Im November bildete sich eine Arbeitsgruppe zur Finanzierung der Rutschbahn und das Baugesuch wurde eingereicht. Im Januar dieses Jahres wurden die Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben und am 15. März 2011 wurde der positive Bauentscheid gefällt. Mit dem offiziellen Spatenstich am 29. März 2011 wurde die achtmonatige, unfallfreie Bauphase eingeleitet. Die Schlussrechnung ist noch nicht gemacht worden, aber die Baukosten werden sich im geplanten Rahmen von etwa 8,5 Millionen bewegen. Noch immer fehlen allerdings 250 000 Franken für die Rutschbahn. Es kann also weiterhin gespendet werden! «Damit alles rund läuft, musste die ganze Haustechnik erneuert werden», hält Baukommissionspräsident Hans-peter Frautschi fest. «Für jederzeit angenehme Wärme sorgt jetzt eine neue Holzschnitzelheizung in Kombination mit einer grossflächigen Solaranlage.»
Vielseitiges Angebot mit Wellnesspark
Die Gemeindepräsidentin Barbara Bühler ist erfreut über das vielseitige Angebot, das Verwaltungsratspräsident Roland Luder mit folgenden Worten eröffnete: «Mit dem Wallbach Bad bietet das Simmental seiner Bevölkerung und seinen Gästen eine moderne, vielseitige Bäderanlage!». Martin Enz, Geschäftsführer des Erlebnisbads Pontresina stellte der Baukommission anfangs Jahr sein Bad vor und zeigte, worauf es ankommt. Ein geräumiger Saunapark mit grandioser Aussicht auf die Berge lädt zum Entspannen ein. Das Sprudelbecken im Freien mit 34 Grad warmem Wasser bietet den Gästen auch bei sibirischen Temperaturen im Winter einen Badeplausch. Da es am Eröffnungssamstag schneite, war das Sprudelbecken ein besonders Highlight. Auf den Sprudelliegen ist der Körper im Wasser und wird sanft massiert. Während der Eröffnung fielen dabei die weissen Flocken auf den Kopf – besser als man es sich zu träumen wagt.
«Munichrine» mit Licht und Ton
Vor allem die Kinder, aber auch Erwachsene werden mit Begeisterung über die Wasserrutschbahn, die 80 m lange und zu jeder Jahreszeit benutzbare «Munichrine» hinuntersausen. Die Rutschbahn hat es in sich. Schon beim Aufstieg hört man die Musik, die immer lauter wird, je näher man dem Eingang zur Rutschbahn kommt. Oben angekommen blickt man nicht in ein schwarzes Loch, sondern in eine Röhre die in allen Farben schimmert. Die Rutschpartie wird nämlich durch Licht- und Toneffekte begleitet. Einmal gestartet, gibt es kein Halten mehr. In schnellem Tempo rutscht man die Bahn hinunter. Manchmal ist das Licht auch weg – nichts für schwache Nerven. Während die ersten Kurven sanft hin und her wiegen, gibt es bei der letzten Wendung einen kleineren Radius, so dass man ganz schön in die Höhe getragen wird. Nach dieser letzten Kurve kommt der Ausgang und man gleitet im flachen Becken sanft aus. Die Rutschbahn ist wirklich toll und man hätte sie nicht besser bauen können. Die Kombination aus Wasser, Licht, Ton und Action ist einmalig – Gratulation. Das bestehende 25-m-Innenbecken und das im Sommer benutzbare 50-m-Aussenbecken gehören zum Grundangebot des Wallbach Bads und ermöglichen insbesondere auch den Schulschwimm-Unterricht. Pro Jahr werden 80 000 Eintritte erwartet. Damit alles zur Zufriedenheit läuft betreut Bademeister und Geschäftsführer Silvio Winkler die Anlage mit neun Mitarbeitern. Davon vier Bademeister, die für die Sicherheit der Gäste sorgen. Im gemütlichen Bistro werden Getränke und Snacks angeboten und wer seine Badehose vergessen hat, kann sich im Badesportshop neu ausrüsten.
Unterstützung aus dem ganzen Tal
Das Wallbach Bad ist ein Gemeinschaftswerk der Simmentaler Gemeinden: Lenk, St. Stephan, Zweisimmen, Boltigen, Oberwil und Erlenbach finanzierten den Bau des neuen Erlebnisbades zusammen mit Beiträgen von Bund und Kanton. Mit Spenden und Sponsorbeiträgen wurden die nötigen finanziellen Mittel für die Wasserrutschbahn aufgebracht. Die von den Gemeinden neu gegründete Erlebnisbad Lenk-Simmental AG kann zudem mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 200 000 Franken von Lenk-Simmental Tourismus rechnen. Das ganzjährig und bei jeder Witterung benutzbare Wallbach Bad ist ein erstklassiges touristisches Angebot für das ganze Simmental und dürfte weit über die Region hinaus zu einem heissen Tipp werden.
Neues Hallenbad in Lenk ist eröffnet
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Vor allem bei Schneetreiben lockt das Aussenbecken mit warmem, 34-Grad-Wasser.
Aber auch im Sommer wird die Anlage für Wellness sorgen.
Die neue Saunalandschaft bietet auch einen Blick auf die Bergkulisse.
Das alte Becken ist für Schwimmer geblieben.
Auch die Sprungtürme bleiben erhalten.
Das Kinderbecken wurde modernisiert.
Die Munichrine bietet viel Action für Gross und Klein.
Mit Licht und Ton-Effekten wird die Rutschpartie belgeitet.
Sich kurz in den Schnee zu legen ist ein grosser Reiz. Die Bademeister finden das jedoch nicht gut, da die Rasenfläche noch nicht begrünt ist und bei wenig Schnee eine Verunreinigung des Beckens mit Erde droht.