Feuerwehr-Basiskurs Obersimmental/Saanenland

Feuertaufe im neuen Brandhaus bestanden

Zwei Feuerwehrfrauen und 45Männer besuchten in Zweisimmen den dreitägigen Feuerwehr-Basiskurs der Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB). Das neue Brandhaus und die Feuerwehrleute erlebten die Feuertaufe.

Feuertaufe im neuen Brandhaus bestanden

Am Grundkurs für angehende Feuerwehrleute aus dem Inspektionskreis Obersimmental/Saanen in Zweisimmen wurde das neue Brandhaus im Mühliport beübt. Drei Tage dauerte der GVB-Basiskurs von Kommandant Major Otto Tritten aus Lauenen bei Gstaad für die angehenden zwei Feuerwehrfrauen und den 45 Männer aus den allen Gemeinden der beiden Amtsbezirke. Inspektor Tritten gibt sich zufrieden: «Im Mühliport von Zweisimmen ist die Infrastruktur eines kleinen Übungsdorfes entstanden. Alle Übungssegmente von der Theorie bis zum Einsatz im Feuer können auf engstem Raum instruiert werden, dies wirkt sich auf die Motivation von Klassenlehrer und Teilnehmer positiv aus.» Im neuen zweigeschossigen Brandhaus erlebten die Kursteilnehmer ihre Feuertaufe im Verhalten in Hitze und Rauch.

Im Kampf gegen Feuer und Rauch

Das kleine Brandhäuschen des stillgelegten Regionalen Zivilschutz-Ausbildungszentrums von Zweisimmen genügte den Mindestanforderungen der GVB für die Ausbildung am offenen Feuer nicht mehr. Feuerwehrmajor Tritten: «Für jeden Feuerwehrmann sind jährlich zwei Stunden üben im Feuer Pflicht. Im Zentrum Mühliport von Zweisimmen können dazu die einzelnen Wehren Abendübungen durchführen.» Für die Gemeinden sind Abendübungen billiger als ganztägige Ausbildungen. «Es entfallen Lohnausfallentschädigungen, Transportkosten der längeren Fahrzeugverschiebungen und die Mannschaftsverpflegung», gab Tritten den zahlreichen Besuchern und Behörden unter anderen auch Nationalrat Erich von Siebenthal zu verstehen.

Ideale Feuerwehr-Übungspiste

Im Einverständnis mit den anderen Gemeinden des Obersimmentales und im Saanenland liess Zweisimmen für 245000 Franken ein neues, zweckdienliches Brandhaus und eine betonierte Brandplatte nach den Vorschriften des Gewässerschutzes erstellen. Die Brandplatte dient Löschdemonstrationen von Flüssigkeitsbränden aller Art mit den verschiedenen Kleinlöschgeräten. Mit den Gemeinden Saanen, Gsteig, Lauenen, Boltigen, St. Stephan und Lenk wurden sowohl die Finanzierung wie auch die Benützung des Brandhauses vertraglich geregelt. Die Anlage kann auch durch Wehren ausserhalb des Kreises wie durch einen Firmenwerkschutz oder zur Ausbildung an Kleinlöschgeräten von Hotelpersonal und ähnlichen Organisationen benutzt werden. Die Anlage lässt sich über den Bereich Feuerwehr der Gemeinde Zweisimmen reservieren. Fritz Leuzinger

Auf der Brandplatte ist das Bekämpfen von Flüssigkeitsbränden mit Kleinlöschgeräten problemlos. Im Hintergrund das neue Brandhaus im Zweisimmer Mühliport. Bild: Fritz Leuzinger

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Erstellt:
01.05.2008, 12:00 Uhr
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