Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana: Simmentaler rockten die «Piste Nationale»

Franjo von Allmen siegte in Crans-Montana überlegen

Der Panther auf der Schleicherstrecke: So wurde der 24-jährige Boltiger Franjo von Allmen vom SRF-Experten Marc Berthod in den höchsten Tönen gelobt: Seine Fahrt vom 1. Februar war vom Start bis ins Ziel, wo ihn Hunderte von Franatikern jubelnd in Empfang nahmen, eine einzige Triumphfahrt.

Von Luzia Wyssen

Der Boltiger Franjo von Allmen gewann im Unterwallis mit einer überlegenen Fahrt. Zwei weitere Simmentaler verblüfften mit ihren Bestleistungen im Weltcup.

Der Boltiger Franjo von Allmen gewann im Unterwallis mit einer überlegenen Fahrt. Zwei weitere Simmentaler verblüfften mit ihren Bestleistungen im Weltcup.

© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Was für ein Tag in Crans-Montana auf der «Piste Nationale»: Mit Startnummer 15 und einer Zeit von 1:55.00 schwang FvA vergangenen Sonntag im Zielraum ab, begleitet von frenetischem Applaus seiner Fans: Damit nahm er dem Italiener Dominik Paris 0,65 und dem Amerikaner Ryan Cochran-Siegle 0,70 Sekunden ab. Und so war die Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana, die bei strahlendem Sonnenschein und auf einer top präparierten «Piste National» stattfinden konnte, fest in den Händen des Boltigers, der nach überlegener Fahrt im Ziel zur Freude des Publikums mit seinem Ski spontan den «Cuche-Move» machte.

«Schleicherstrecke scheint mir zu liegen»

Ein völlig entfesselt fahrender Franjo von Allmen lieferte damit auf bestechende Art und Weise ab und bestätigte seinen ersten Abfahrts-Weltcupsieg auf derselben Strecke vor knapp einem Jahr eindrücklich.

Gleichzeitig glückte dem 24-jährigen Boltiger im Wallis schon mal die frühe Hauptprobe für die WM-Abfahrt, die im nächsten Jahr auf eben dieser Strecke durchgeführt werden wird, perfekt. «So Schleicherstreichen scheinen mir zu liegen und diese scheint wie auf mich zugeschnitten zu sein», analysierte ein strahlender Franjo von Allmen nach seiner Siegfahrt im SRF-Interview. Wenn dies nicht ein gutes Omen für die WM im 2027 ist!

Zwei weitere Simmentaler verblüfften

Doch damit nicht genug: Der St. Stäffner Lars Rösti gelang mit lediglich 0,90 Sekunden Rückstand auf Sieger von Allmen und dem sechsten Rang eine Riesenleistung. Ebenso erging es dem Därstettner Livio Hiltbrand, der sich den starken Rang 13 sicherte, 1,44 Sekunden hinter Franjo. Dies bedeutet für die beiden gleichzeitig das Karriere-Bestresultat auf Weltcup-Niveau.

Und ihre mitgereisten Fans? Die fielen damit definitiv in einen kollektiven Freudentaumel. «Simmitaler si ifach vo Natur us magic!» meinte eine Simmentalerin auf ihrem Status ganz begeistert. Wie die angereisten Fans der drei Simmentaler Cracks diesen einmaligen Tag erlebt haben und was es mit «Magic» auf sich hat, werden sie in einem separaten Bericht erzählen: #Simmentalfirst – das ist wirklich Magic!

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Erstellt:
02.02.2026, 10:34 Uhr
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