82. Inferno-Rennen in Mürren
Der Niedersimmentaler Mathias Reber gewann erstmals die Inferno-Abfahrt
Vom 21. bis 24. Januar fanden in Mürren die 82. Inferno-Rennen statt. Nach Langlauf und Riesenslalom kam es am Samstag zur Abfahrt – eines der längsten Amateurskirennen der Welt. Und auch heuer ging der Sieg in der Königsklasse ins erneut stark auftretende Simmental: Mit Mathias Reber aus Diemtigen konnte sich kein Unbekannter als neuer Sieger in die Geschichtsbücher der Inferno-Abfahrt eintragen lassen.
Bei der Siegerehrung der Inferno-Abfahrt stemmte Mathias Reber aus Diemtigen den prestigeträchtigen Siegerpokal in Mürren in die Höhe.
© Sam Buchli
Rund 100 Helfende standen während der ganzen letzten Woche schon unermüdlich im Einsatz und 300 zusätzliche Personen sorgten vergangenen Samstag für einen reibungslosen Verlauf der Inferno-Abfahrt, bei der die Teilnehmerzahl traditionell auf 1850 Startende beschränkt war.
Die legendäre Abfahrt in Mürren stand heuer jedoch unter einem unglücklichen Stern: Infolge eines tragischen medizinischen Zwischenfalls mit Todesfolge eines 69-jährigen Rennfahrers rund 100 Meter vor dem Ziel, musste das OK gemeinsam mit der Rennleitung entscheiden, das Abfahrtsrennen nach rund 1’100 Gestarteten abzubrechen und die Ergebnisse bis zum Abbruch zu werten. Dieser Todesfall am Inferno-Rennen war erstmalig und so fanden die abendlichen Feierlichkeiten im Alpinen Sportzentrum in Mürren denn auch in angepasstem Rahmen statt.
Nach Hexenabfahrt auch Inferno-Abfahrt gewonnen
Doch zurück zur 9,5 Kilometer langen Inferno-Abfahrt, die heuer vom kleinen Schilthorn bis auf die Winteregg in Mürren ausgetragen wurde: Mit Startnummer sechs siegte Mathias Reber vom Team Niedersimmental mit der Tagesbestzeit von 7:16,47 und 0,27 Sekunden Vorsprung vor Michel Stähli aus Grund bei Gstaad sowie Elia Saurer aus Aeschlen. Der 33-jährige Reber hatte bereits die Belalp Hexenabfahrt eine Woche zuvor gewonnen und liegt in der Zwischenrangliste der Super drei Rennen – der drei grössten Volksabfahrten der Schweiz – unangefochten in Führung. Mehr noch: Da das Allalin-Rennen heuer nicht stattfindet, hat Reber die Wertung bereits in der Tasche – wir gratulieren herzlich!
Auch Team-Wertungen wurden von Simmentalern gewonnen
Nicht ganz optimal gelaufen ist es dem letztjährigen Sieger Kilian Burri aus Boltigen, der mit der Startnummer eins die Inferno-Abfahrt eröffnen musste und mit den rund fünf cm Neuschnee, die es über Nacht gegeben hatte, zu kämpfen hatte. Mit seiner Fahrt dennoch zufrieden, kam Kilian Burri schliesslich als 14. und einem Rückstand von 16,54 Sekunden auf Mathias Reber ins Ziel. Zusammen mit seinen Kameraden vom Team SUP’er konnte Burri dafür den prestigeträchtigen Sir Arnold Lunn Cup für die Inferno-Abfahrt sowie die Trophy um die Superkombination gewinnen.
Diemtigtalerin erneut Zweite
Bei den Frauen gewann Michelle Hurni aus Unterseen vor der Niedersimmentalerin Arianne Wenger und Lara Stern aus Bönigen die Inferno-Abfahrt. Die Diemtigtalerin Arianne Wenger hatte im Langlauf den siebten und im Riesenslalom den vierten Rang herausgefahren. Zusammen mit dem zweiten Platz in der Abfahrt ergab dies den tollen dritten Rang in der Super-Kombination.
Schnell waren einmal mehr auch die unverwüstlichen Senioren des Niedersimmentals unterwegs: So gewann Jürg Mani aus Oey bei den Senioren II die Super-Kombi, ebenso wie Ueli Mani aus Därstetten in der Kategorie Gentlemen. Bei den Senioren I wurde Patrick Zürcher aus Latterbach dank dem Gewinn des Langlaufs, der heuer im Talboden in Stechelberg stattfinden konnte, ausgezeichneter Zweiter.
Mathias Reber an der Inferno-Abfahrt 2025 unterwegs – der Helm ist ein Geschenk des ehemaligen Weltcupfahrers Nils Mani.
© Laurent Forster