Generalversammlung der Behindertenwerkstätte Obersimmental-Saanenland

Bergquelle wartet auf die Bewilligung des Kantons Bern

Der Verein Behindertenwerkstätte Obersimmental und Saanenland traf sich im Hotel Simmental Boltigen zur ordentlichen Generalversammlung. Die Institutionsleitung mit Sitz in Zweisimmen betreibt die geschützte Werkstätte in Zweisimmen, die Wohnheime «Burgbühl» an der Lenk, «Kuhnenhaus» in St. Stephan und «Schärmtanne» in Schönried.

v.l. Präsidentin Ruth Kilchör, bisherige Sekretärin Ida Aellen, Vizepräsident Ernst Reichenbach, bisheriger Vertreter von Gsteig, Helene Trachsel, neue Vertreterin von Gsteig, neue Sekretärin Pia Schibig, Institutionsleiter Beat Pignolet.

v.l. Präsidentin Ruth Kilchör, bisherige Sekretärin Ida Aellen, Vizepräsident Ernst Reichenbach, bisheriger Vertreter von Gsteig, Helene Trachsel, neue Vertreterin von Gsteig, neue Sekretärin Pia Schibig, Institutionsleiter Beat Pignolet.

Die Präsidentin Ruth Kilchör zeigte sich in ihrem Jahresbericht beeindruckt, wie die rund 50 Mitarbeitenden sich mit dem Betrieb identifizieren und sich für die Betreuung der Behinderten in den Wohnheimen und in den Werkstätten einsetzen. Die Betreuten arbeiten in der Herstellung von Eigenprodukten, sie bieten Dienstleistungen in der Region an, und sie erledigen Auftragsarbeiten nach Kundenbedarf, alles unter kundiger Führung.

Neue Projekte

Der Projektwettbewerb für ein neues Wohnheim mit Beschäftigung an der Lenk sei abgeschlossen, und der Antrag für den Landkauf sei eingereicht. Seit einiger Zeit nutze man in Zweisimmen die Räume der benachbarten BauMat provisorisch. Die beste Lösung sei der Ankauf der Liegenschaft, mit den nötigen baulichen Anpassungen. Vorstandsmitglied Urs Kühne, Baupräsident für beide Projekte, erklärte, man müsse sich in Geduld üben, die einschlägigen Direktionen des Kantons hätten auf die Eingaben der Bergquelle hin noch nichts bewilligt. Teilweise brauche es sogar einen Regierungsratsbeschluss.

Finanzen

Die Betriebsrechnung mit einem Aufwandüberschuss von 1,49 Millionen Franken nahm man zur Kenntnis, und die Vereinsrechnung mit einem Gewinn von 17 000 Franken fand Genehmigung. Da der Kanton Bern Einsparungen machen muss, wird nicht mehr das anfallende Restdefizit vergütet, sondern es wird nur noch nach Leistungsvertrag finanziert.

Dies bekommen alle sozialen Institutionen zu spüren, man müsse künftig in der Bergquelle zusätzlich sparen und zugleich mehr einnehmen, um Restdefizite zu vermeiden. Die Mitgliederbeiträge bleiben aber unverändert.

Mutationen

Nach Zu- und Abgängen besteht der Verein aus 702 Einzelmitgliedern und 50 Firmen- und Gemeindemitgliedschaften. Vizepräsident Ernst Reichenbach, Gemeindevertreter aus Gsteig, tritt aus dem Vorstand aus, bleibt aber Mitglied der Baukommission. Institutionsleiter Beat Pignolet würdigte die engagierte Arbeit des Austretenden mit anerkennenden Worten und einem Präsent. Neu aus Gsteig wählte man Helene Trachsel mit Akklamation. Die Sekretärin Ida Aellen tritt in den Ruhestand. Auch sie wurde von Beat Pignolet mit einem Geschenk bedacht und als zuvorkommende Mitarbeiterin gewürdigt, die während 15 Jahren immer selbstlos für die Bergquelle gewirkt habe. An ihre Stelle tritt Pia Schibig, die auch als Buchhalterin amtieren wird. Präsidentin Ruth Kilchör und einige Vorstandsmitglieder wurden mit Applaus wiedergewählt.

Im Anschluss an die Versammlung entführte Pfarrer Willy Lempen die Anwesenden in einem Diavortrag nach Aethiopien, am Horn von Afrika. In bewegten Worten und eindrücklichen Bildern wusste er das unbekannte Land zu schildern und die persönlichen Eindrücke von seiner Reise preiszugeben. Hans Jungi

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Erstellt:
30.05.2013, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 13sec
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