Das neue Notfallzentrum des Spitals Thun: offizielle Eröffnung und Tag der offenen Tür
Das neue Notfallzentrum des Spitals Thun ist nach 18-monatiger Bauzeit fertig: Am Freitag, 16. November 2012, werden Peter Siegenthaler, Gemeinderat der Stadt Thun, und Bruno Guggisberg, CEO der Spital STS AG, das Gebäude offiziell einweihen. Der Neubau stärkt die Position der Spitals Thun als Zentrum für Notfallmedizin im Berner Oberland. Die Bevölkerung hat am Samstag, 17. November 2012, die einmalige Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten im Rahmen eines Tags der offenen Tür zu besichtigen. Am 4. Dezember 2012 wird das neue Notfallzentrum in Betrieb genommen.
Das Grossprojekt der Spital STS AG ist abgeschlossen: Das neue interdisziplinäre Notfallzentrum ist fertig gestellt. Die nutzerfreundlichen Räume mit modernster Medizintechnik erlauben für die Patienten optimale Behandlungsbedingungen und für das Personal professionelles Arbeiten. Zudem ermöglicht die Anordnung der Räume reibungslose und effektive Abläufe. «Wir bauten für das Wohl der Patientinnen und Patienten», so Bruno Guggisberg.
Und weiter: «Das Neubauprojekt war unumgänglich, denn mit den bisherigen Notfallstationen sind wir an die Kapazitätsgrenzen gestossen.»
Mit dem neuen Gebäude hat das Spital Thun ein Notfallzentrum erhalten, das nach dem Stand der neusten Medizintechnik ausgerüstet ist und ideale Voraussetzungen für eine ganzheitliche Notfallversorgung der Patienten nach modernsten medizinischen und pflegerischen Standards bietet.
Im Neubau nach Minergie-Standard untergebracht sind auf einer Fläche von insgesamt 2000 Quadratmetern das neue Notfallzentrum mit 19 Behandlungskojen, ein Schockraum, ein Computertomographie-Gerät (CT) neuester Generation sowie ein Röntgenapparat. Zusätzlich stehen zwei Isolationszimmer und ein Dekontaminationsraum zur Verfügung. Der neue Notfall ist mit weiteren internen Diensten eng verbunden: So gibt es zwischen dem Notfallzentrum und dem Labor eine Rohrpost und die strategische Nähe zum Operationsbereich ist gegeben. Im Zufahrtsbereich ist eine geschlossene Notfallvorfahrt für die Ambulanzfahrzeuge gebaut worden. Die Kosten für den Bau, die Infrastruktur und die medizintechnischen Gerätschaften beliefen sich auf insgesamt 25 Millionen Franken, die die Spital STS AG aus eigenen Mitteln finanziert hat. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass jährlich rund 23 000 Patientinnen und Patienten von den rund 80 Mitarbeitenden im Notfallzentrum betreut und behandelt werden.
Zusammenarbeit mit dem Hausarztnotfall «han-rt»
Seit Frühling 2010 steht der Hausarztnotfall «hanrt» auf dem Thuner Spitalgelände unterhalb des Notfallzentrums. Die Hausärzte der Region leisten damit jeweils am Abend, an den Wochenenden und Feiertagen nicht mehr in ihren Praxen, sondern im «han-rt» beim Spital Thun ihren Notfalldienst. Mit dem Hausarztnotfall «han-rt» ist gewährleistet, dass Patienten, die keine Aufnahme ins Spital mit dessen hochtechnologisierten Infrastruktur benötigen, kompetent versorgt werden. Wenn Patienten nach der Erstversorgung im «han-rt» eine Behandlung im Spital benötigen, werden sie direkt überwiesen. Eine örtliche Zusammenführung des Hausarztnotfalls und des neuen Spitalnotfalls im gleichen Gebäude ist im vergangenen Jahr aus Raumressourcen verworfen worden. Die Prozesse der Zusammenarbeit werden jedoch laufend optimiert. Die Infrastruktur des «han-rt» ist verbessert und die gesamte Dienstleistung durch die Mitarbeit der Kinderärzte erweitert worden.
Tag der offenen Tür am Samstag, 17. November 2012
Am Samstag, 17. November 2012, kann die Bevölkerung das neue Notfallzentrum des Spitals Thun im Rahmen eines Tags der offenen Tür besichtigen und dabei auf einem Rundgang modernste Untersuchungsmethoden und neue Behandlungsräume entdecken. Die Räume des Notfallzentrums sind für die Bevölkerung nur am Tag der offenen Tür frei zugänglich.
Parkplatzsituation: Wir empfehlen den Besuchern, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Wer per Auto anreist, ist gebeten, das Parkhaus City Ost (Grabengut) zu benutzen. Auf dem Spitalareal stehen nur wenige gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung – und diese sind primär für die Besucher der Patienten des Spitals Thun vorgesehen.
Ausblick 2013
Für nächstes Jahr ist der Innenausbau des Obergeschosses des Notfall-Gebäudes geplant. Die Nutzung wird mit einer Observation Unit (Kurzzeitüberwachung), einer tageschirurgischen Abteilung, einem medizinischen Ambulatorium sowie Büros teilweise als Ergänzung zum neuen Notfallzentrum belegt werden.
Projekt abgeschlossen
Das Projekt «Interdisziplinärer Notfall & Rettungsdienst» ist damit abgeschlossen. Dr. Peter Rupp steht als ärztlicher Leiter dem Notfall vor und stellt weiter die fachärztliche Betreuung des Rettungsdienstes der Spital STS AG sicher. Beat Baumgartner amtet als Leiter Pflege des neuen Notfalls und übernimmt per 1. Dezember 2012 die Leitung des Rettungsdienstes, wo er bisher als stellvertretender Leiter amtete. Zu seiner Unterstützung im Rettungsdienst hat die Spital STS AG eine starke Persönlichkeit mit viel Erfahrung gesucht und gefunden: Als seinen Stellvertreter konnte Marc Stiller gewonnen werden, der bereits in der Vergangenheit für den Rettungsdienst der Spital STS AG tätig war und daher das Unternehmen gut kennt. Als dipl. Rettungssanitäter HF ist er zurzeit bei der Rega als stellvertretenden Ressortleiter HVH (Helicopter-Verfahren-HCM) angestellt und hat 2009 den Master of Advanced Studies ZFH in Health Care Management abgeschlossen. Er wird seine Stelle per 1. Januar 2013 antreten. Der Rettungsdienst ist ab Dezember 2012 wieder direkt Bruno Guggisberg, CEO, unterstellt.