Jodlertag Obersimmental, Saanenland, Pays-d’Enhaut
Ein wunderschönes Fest, trotz bescheidenem Wetter
Der Jodlerklub Lenk hat dieses Jahr das regionale Fest unter der Leitung von Niklaus Bühler an der Lenk organisiert und durchgeführt. Auch wenn das Wetter nur mit Wolken und Regen aufwartete, haben sich die Jodler ihr Fest und den mit viel Liebe vorbereiteten Umzug nicht vermiesen lassen.
Jodlertag Obersimmental, Saanenland, Pays-d’Enhaut
Das Abendfest
Das gemütliche Fest begann am Samstagabend im Zelt auf dem Schulhausplatz, wo trotz miesem Wetter rasch Stimmung aufkam.
Die Jodlergruppe «Hirschberg», Apenzell, sorgte für Unterhaltung und die Vorträge des Jodlerklubs «Alphüttli» aus Plaffeien haben mit den Vorträgen des Jodlerklubs Lenk den Abend zu einem gelungen Volksfest gemacht.
Das Quartett «Waschächt» hat dann zum Tanz aufgerufen, auch wenn sich der Eine oder Andere lieber an der Jodlerbar verweilte.
Das Jodlerkonzert in der Kirche Lenk
Über vierhundert Gäste haben am Sonntagmorgen mit Spannung auf das Konzert der Teilnehmer gewartet. Der Jodlerklub Lenk als Gastgeber hat unter der Leitung von Ueli Moor das Konzert mit «Früeligsglube» von Adolf Stähli und «E Gruess a d Lenk» von Ueli Moor eröffnet. Es folgte der Jodlerklub Lauenen unter der Leitung von Ueli Perreten mit den Liedern «Tanzliedli» von Beat Jäggi (Text) und Willi Valotti (Musik) und «Dr Gfreerlig» von Michi Wallimann. Die Jungjodler aus dem Saanenland trugen unter der Leitung von Barbara Kohli «Der Winteregg Jutz» von Sepp Herger mit jugendlicher Freude vor. Der Club des Yodleurs du Pays-d’Enhaut sang unter der Leitung von Eric Gutknecht einmal auf Französisch das «Ça ne peut-être que de l’amour» von Ueli Zahnd und schlossen mit dem Naturjodel «Echo des Erpilles» ihren Vortrag ab. Die Jodlergruppe Simmenfall, unter der Leitung von Silvia Zbären, drückte sich im wahrsten Sinn des Wortes mit «Fröid am Singe» von Theres Aeberhard-Häusler aus. Es folgte der Jodlerklub Rinderberg-Oeschseite unter der Leitung von Beni Kohli mit «Abeziit» von Hannes Fuhrer. Die Jungjodler Lenk-Matten-St. Stephan trugen unter der Leitung von Patrick Schmid «We d’Abeglogge lüte» von Ernst Sommer vor. Der Jodlerklub Gruss vom Wasserngrat unter der Leitung von Hans Hefti sang «Mis Jützi» von K. Spring (Text) und F. Kräyenbühl (Musik) und «Sunntigmorge Jutz» von Ueli Moor. Die Frauenjodlergruppe Echo vom Flösch trugen unter der Leitung von Silvia Zbären das «Vergissmeinnicht» von Helen Aeschlimann und «Eltere Liebi» von Ueli Zahnd vor. Das Jodler-Doppelquartett Goldbächli unter der Leitung von Annelies Müller sang «Herbschtmelodie» von Miriam Schafroth und den «Engelweidli-Jutz» von Willi Michel. Die Horeflue-Jutzer Saanenland trugen unter der Leitung von Simon Hefti «Wenie Jutz cha ghöre» von Adolf Stähli vor. Ueli Moor dirigierte den Jodlerklub St. Stephan, der mit «Winter’s schöni Siite» von Ueli Moor und «Bim Tagwärch» von Klaus Rubin glänzte. Die Jungjodler Launen gaben unter der Leitung von Berhard Zumbrunnen «Das Küherleben» nach Tradition zum Besten. Der Jodlerklub Bärgrose Zweisimmen hat «Älplerzit» von Neldi Ming und den «Standflue- Jutz» von Klaus Rubin für den Vortrag gewählt. Der Jodlerklub Gsteig unter der Leitung von Urs Kohli rundete das gelungene Konzert mit «Herbschtfarbe» von Franz Gerber (Text) und Max Huggler (Musik) ab.
Das Können der Sängerinnen und Sänger, die Fülle der vorgetragenen Lieder und die Bekenntnis zum Bauernstand in der Akustik der Kirche hat das Konzert zum schönen Erlebnis gemacht.
Der Umzug
Zwölf wunderschöne Bilder haben den Umzug geprägt. Angeführt von sechs Ziegen und einer Herde buntgeschmückter Kühe zog der Umzug an den vielen Zuschauern durch das verregnete Dorf. Die strahlenden Gesichter der Darbietenden wie der Zuschauer zeigte, dass das Fest den Meisten wichtiger war als das Wetter.
Die Musikgesellschaft, eine mobile Tanzgesellschaft der Yodleur du Pays-d’Enhaut und die Landfrauen mit «den Weiber von der Langermatt» haben die Freude zum Fest genauso gezeigt wie die drei Zweispänner der Rössli-Kutsche und die Jungschwinger, die ihre Kräfte im mobilen Ring auf einem Traktoranhänger massen. Die Frauenjodlergruppe Echo vom Flösch hatte vorsichtigerweise einen Achtspänner vor ihren Doppelwagen gespannt. Als Abschluss zog der Treichler-Club Strubelgruess ihre Regenfeuchte Runde. Ein schöner, lebendiger Umzug.
Walter Zeller