170 Einsätze für die Feuerwehren im Obersimmental und Saanenland im Jahr 2012:

Für Major Otto Tritten geht die Ära als Kreisfeuerwehrinspektor zu Ende

«Wir haben Glück gehabt und wurden von schlimmen Ereignissen verschont», bezeichnete Regierungsstatthalter Michael Teuscher das vergangene Feuerwehrjahr am Kommandantenrapport des Verwaltungskreises Obersimmental-Saanen.

Feuerwehrinspektoren: Major Otto Tritten, Lauenen (links) wird im Herbst das Amt als Kreisfeuerwehrinspektor abgeben. Möglicher Nachfolger ist Albrecht Müller aus Adelboden (rechts).

Feuerwehrinspektoren: Major Otto Tritten, Lauenen (links) wird im Herbst das Amt als Kreisfeuerwehrinspektor abgeben. Möglicher Nachfolger ist Albrecht Müller aus Adelboden (rechts).

Dem Rückblick von Major Tritten als Kreisfeuerwehrinspektor der Berner Gebäudeversicherung (GVB) war zu entnehmen, dass der Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen grosse Beachtung geschenkt wird. Die neuen Führungsreglemente werden in allen Feuerwehren im Verwaltungskreis umgesetzt und angewendet. Das moderne Funksystem Polycom ist überall eingeführt und ermöglicht bei einem Schadenereignis die Kommunikation aller Beteiligten wie zur Polizei, zur Sanität, zum Stützpunkt, zu den Nachbarwehren bis zum regionalen Einsatzzentrum (REZ).

«Die Feuerwehr findet im Dorf statt», gab Inspektor Tritten seiner Freude Ausdruck, «mit einer eindrücklichen Postenarbeit hat die Feuerwehr Saanen im Ferienpass bei den jüngsten grosses Interesse geweckt.»

Zudem verteilte er den einzelnen Feuerwehren viel Lob, auch im Bezug auf die gegenseitige Hilfeleistung.

Keine grossen Schadenereignisse

Die Obersimmentaler und Saaner Feuerwehren mussten 170 Mal ausrücken. Es gab etwa zwanzig Einsätze weniger als im Vorjahr. Aufgeführt sind 78 Fehlalarme, die oft hätten vermieden werden können. «Mit jedem Alarm steigt der Puls. Jede Meldung muss zu jeder Tages- und Nachtzeit ernst genommen werden», bestätigte einer der Kommandanten. Von Seiten der GVB wurden die Feuerschäden kantonsweit erstmals unter 40 Millionen Franken beziffert. Die Elementarschäden stehen mit fast 70 Millionen zu Buche.

Auf Tritten folgt Müller

Mit dem bevorstehenden 2. Rapport der Feuerwehrkommandanten, der ebenfalls in Lauenen im Oktober stattfindet, geht für Major Otto Tritten die Ära als Kreisfeuerwehrinspektor zu Ende. Tritten schmunzelte: «Die GVB mustert Inspektoren und Instruktoren mit 57 Jahren aus. Das ist gut so – nach 38 Jahren Feuerwehr darf man sein Amt an die jüngere Generation weitergeben.»

Tritten hat das interessante und vielseitige Amt am 1.1.2005 im heutigen Verwaltungskreis Obersimmental/Saanen übernommen. In den fast neun Jahren gab es für die Feuerwehren zum Glück wenig grosse Elementarereignisse zu bewältigen. Auch vor allzu grossen Feuerschäden wurden der Kreis verschont. Es gab ein paar wenige Totalschäden. Doch kamen dabei weder Menschen noch Tiere zu schaden. Tritten ist stolz, dass – bevor die neuen Mindestanforderungen erlassen wurden – in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden überall die Beschaffungen von Wärmebildkameras, Rauchvorhang und Lüfter realisiert werden konnten. Auch steht mit dem Ausbildungszentrum Zweisimmen den Feuerwehren eine vielseitige Infrastruktur für Kurse und Weiterbildung zur Verfügung.

Feuerwehrhauptmann Albrecht Müller aus Adelboden ist Anwärter und möglicher Nachfolger von Otto Tritten.

Das Fachgebiet des stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspektors sind die Tanklöschfahrzeuge und die Motorspritzen. Müller ist 47-jährig und Geschäftsführer der Carrosserie Müller GmbH in Adelboden. Albrecht Müller: «Im Hinblick auf die Nachfolge Trittens habe ich Ende 2012 das Feuerwehrkommando in Adelboden abgegeben.» Fritz Leuzinger

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Erstellt:
07.03.2013, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 18sec
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