Kantonales Inventar der schützenswerten Landschaften

Oberländer Wirtschaftsrat verlangt die Sistierung der Arbeiten

Der Wirtschaftsrat der Volkswirtschaft Berner Oberland hat beschlossen, dem Regierungsrat die Sistierung der Arbeiten zu einem kantonalen Inventar für schützenswerte Landschaften zu beantragen. Zudem hat er die Erarbeitung einer Wirtschaftsstrategie 2025 für das Berner Oberland in Auftrag gegeben. Dazu sollen in Zusammenarbeit mit den Planungsregionen/Regionalkonferenzen die wichtigsten Projekte in den einzelnen Regionen priorisiert und in den nächsten Jahren gezielt zur Umsetzung gebracht werden.

Im Wirtschaftsrat sind die Präsidenten oder Vertreter der Wirtschaftsorganisationen im Berner Oberland zusammengefasst. Ziel des Wirtschaftsrats ist, die Region durch die gebündelte Vertretung gemeinsamer Anliegen, z. B. im Rahmen von Vernehmlassungen zu stärken. Zudem wird der Austausch zwischen den Verbänden gepflegt. An der Sitzung vom 28. Mai 2013 hat der Wirtschaftsrat unter anderem die folgenden Geschäfte behandelt:

Ablehnung des kantonalen Inventars für schützenswerte Landschaften

Mit Erstaunen hat der Wirtschaftsrat zur Kenntnis genommen, dass das Amt für Gemeinden und Raumordnung nebst allen bereits bestehenden Schutzgebieten ein neues Inventar für schützenswerte Landschaften geschaffen und dieses nun in die Vernehmlassung gegeben hat. Dies in Zeiten, in denen der Kanton an allen Ecken und Enden sparen muss. Das Inventar beträfe weite Teile des ländlichen Raumes und brächte Einschränkungen in den Bereichen Landwirtschaft, Bergbahnen und Tourismus mit sich, befürchtet der Wirtschaftsrat. Aus diesem Grund hat er beschlossen, beim Regierungsrat die Sistierung der Arbeiten zu diesem Inventar im Rahmen der ASP zu verlangen.

Wirtschaftsstrategie 2025

Der Wirtschaftsrat will einen Beitrag zur Stärkung der Wertschöpfung im Berner Oberland leisten. Aus diesem Grund hat er unter dem Titel Wirtschaftsstrategie 2025 beschlossen, in Zusammenarbeit mit den Planungsregionen die wichtigsten Projekte in den einzelnen Regionen zu identifizieren und die Umsetzung wo möglich zu forcieren und zu unterstützen. «Im Berner Oberland herrscht nicht ein Ideen-Defizit, sondern eher ein Umsetzungs-Defizit», so begründet Präsident Nationalrat Albert Rösti dieses Vorgehen.

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Erstellt:
20.06.2013, 00:00 Uhr
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