«Bern erneuerbar»: Eine historische Chance für unseren Bergkanton

Am 3. März stimmen die Bernerinnen und Berner über die Initiative «Bern erneuerbar» und den Gegenvorschlag des Grossen Rates ab. Die Abstimmung ist eine grosse Chance für unseren Bergkanton. Mit einem zweimal Ja ermöglichen wir den Wechsel zu einer klimaschonenden und zu einer vom Ausland weniger abhängigen Energieversorgung. Wie die Gegner richtig argumentieren, ist diese Umstellung kurzfristig nicht gratis zu haben. Langfristig betrachtet wird sie uns jedoch auch wirtschaftlich zugute kommen.

Noch selten gab es eine kantonale Abstimmungsvorlage, die auf eine so breite Unterstützung zählen konnte wie die Initiative «Bern erneuerbar» und der Gegenvorschlag. Eine Mehrheit von 82 GrossrätInnen, 12 NationalrätInnen, Ständerat Hans Stöckli, viele renommierte WissenschaftlerInnen sowie über 100 KMU stehen für ein zweimal Ja am 3. März ein. Die Initiative «Bern erneuerbar» wurde 2009 mit einem Glanzresultat von fast 18 000 Unterschriften eingereicht. In den Jahren seit der Einreichung hat sich bereits viel bewegt: Heute ist eine erneuerbare Energieversorgung keine Frage mehr von links und rechts, sondern eine Frage der Vernunft. Initiative und Gegenvorschlag wollen die Energieversorgung des Kantons Bern in den Bereichen Strom, Heizung und Warmwasser auf eine erneuerbare Grundlage stellen. Eine erneuerbare Energieversorgung ist bester Klima- und Umweltschutz und schafft neue Arbeitsplätze, gerade auch in den in letzter Zeit arg gebeutelten Bergregionen. Von den drei Milliarden Franken Energieausgaben der Berner Volkswirtschaft fliessen heute 80 Prozent ins Ausland. Mit einer erneuerbaren Energieversorgung bleiben diese Gelder weitgehend in der Region. Die Gemeinden machen es vor, denn schon heute sind viele auf dem besten Weg, die Ziele von «Bern erneuerbar» zu erreichen. 30 GemeindepräsidentInnen aus SVP, BDP, FDP, EVP, SP und Grünen und über 60 GemeinderätInnen rufen die Berner Stimmbevölkerung auf, zweimal Ja zu stimmen. Am 3. März bietet sich uns eine historische Chance. Packen wir sie!Dr. phil. Manuel Trachsel, Diemtigen

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Erstellt:
21.02.2013, 00:00 Uhr
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